Neupositionierung

Ötztaler Visionen aus altehrwürdigen Gemäuern

Tirol
18.01.2023 18:00

Die Ötztaler Touristiker nutzten die Pandemiezeit für eine Selbstreflexion und entwickelten einen neuen Fokus in der Kommunikation. Den Mangel an Mitarbeitern will man selbst lösen, eine Kampagne ging durch die Decke. 

Der Tourismus im Ötztal lebt. Noch bevor sich die Touristiker die Köpfe zerbrachen, in welcher Form er weiterlebt, hauchte man dem altehrwürdigen „Mesner Haus“ in Längenfeld neues Leben ein. Das über 300 Jahre alte ehemalige Gasthaus wurde um rund zwei Millionen Euro angekauft und mutierte zum TVB-Zentrum des mittleren Ötztales. Darin logiert auch der neue Lebensraummanager Raphael Kuen.

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Mit der Challenge ,Sölden sucht das Gastro Supertalent’ holen wir 48 Tourismusschüler aus fünf Nationen drei Tage lang auf den Gaislachkogel.

Raphael Kuen

Neues Mitarbeiterprojekt auf die Beine gestellt
Der für die Regionalität brennende Denker hat bereits die „Genussbotschafter“ erfolgreich etabliert und stellte nun ein neues Mitarbeiterprojekt auf die Beine. „Mit der Challenge ,Sölden sucht das Gastro Supertalent’ holen wir 48 Tourismusschüler aus fünf Nationen drei Tage lang auf den Gaislachkogel“, freut sich Kuen über den Vor-Erfolg bei der Suche nach Tourismusfachkräften.

„Wir mussten die Kampagne stoppen“
Auch Marketingleiterin Carmen Fender weiß, dass man in der Mitarbeitersuche selbst aktiv werden muss und kann einen unglaublichen Erfolg berichten: „Die Jobkampagne in Kooperation mit dem WIFI, die wir in Deutschland gestartet haben, schlug voll ein. Wir mussten frühzeitig abbrechen.“ Das duale System Quereinstieg und Arbeiten gepaart mit einer zweijährigen WIFI-Ausbildung interessierte offensichtlich.

Wohin der Weg der Darstellung nach außen künftig geht, steht nach einem umfassenden Prozess ebenfalls fest. Fender: „Das Ötztal soll künftig als ,der alpine Sportpark’ wahrgenommen werden.“

Unterschiedliche Stärken
Die Regionen Sölden, Gurgl, das mittlere und das vordere Ötztal hätten unterschiedliche Stärken und würden deswegen unterschiedlich kommuniziert. Die emotionalste Form der Kommunikation ist die Musik und da hat das Ötztal ebenfalls einen „Werbeträger“: Gilbert ist mit seinem Dialektalbum „Ban ins dinnan im Tol“ überraschend auch in Deutschland erfolgreich. Seine Fans sind bekanntlich die treuesten.

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