Jahrelang haben Mario Greil und seine Heimatgemeinde Polling vor Gericht um einen Baugrund gestritten. Jetzt steht eine Rückabwicklung des Kaufvertrags im Raum. Ein herber Schlag für die Familie, die dennoch auf eine andere Lösung hofft.
Seit 2019 liegen Mario Greil und seine Heimatgemeinde Polling im Clinch. Es geht um einen für Tiroler Verhältnisse günstigen Baugrund um 60.000 Euro. Den forderte die Gemeinde zurück. Die Begründung: Greil habe beim Ansuchen verschwiegen, dass seine damalige Lebensgefährtin und jetzige Frau bereits einen Grund besitzt. Das würde den Vergaberichtlinien der Gemeinde widersprechen.
Urteil zugunsten der Gemeinde ist jetzt rechtskräftig
Die Gemeinde zog vor Gericht. Dieses sah in erster Instanz kein bewusstes Verschweigen. Das Oberlandesgericht gab in zweiter Instanz aber der Gemeinde recht. Dieses Urteil ist jetzt rechtskräftig. Eine von Greil angestrebte außerordentliche Revision wurde vom Obersten Gerichtshof nicht zugelassen.
Familie spricht von einem „ruinösen Urteil“
Die Gemeinde kann nun das Grundstück zurückverlangen. Man habe mit Blick auf andere Grundstückswerber de facto auch keine andere Wahl, hieß es bereits nach dem zweiten und jetzt rechtskräftigen Urteil von Seiten der Gemeinde. Mario Greil stünde dann ohne Baugrund da. Vater Robert - Oppositionspolitiker in Polling - spricht von einem „ruinösen Urteil“. Er sieht den Ball beim Gemeinderat, die Gemeinde bei der Familie Greil. Dass die Parteien doch noch eine gütliche Lösung finden, ist mehr als fraglich.














Kommentare
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.