Tod von Elvis-Tochter

Dieser Steirer lernte Elvis noch persönlich kennen

Steiermark
15.01.2023 16:00

Der Grazer Manfred Weinhofer (82) ist der größte Elvis-Fan der Steiermark und einer der wenigen, die den Weltstar noch privat kennenlernen durften. Mit der „Krone“ spricht er über die Begegnungen und den Tod von Lisa Marie.

Ihr Tod kam völlig überraschend und viel zu früh: Lisa Marie Presley, einzige Tochter von Superstar Elvis, starb 54-jährig in einem Spital in Los Angeles nach einem Herzinfarkt (siehe auch Bericht im Auslands-Teil). Ein Schock für die Musikwelt, für Mutter Priscilla, aber auch für Tausende Fans weltweit, die sich nicht nur mit der illustren US-Musikerin, sondern auch mit ihrem 1977 verstorbenen Vater eng verbunden fühlten.

Zu den größten Bewunderern des „King of Rock ’n’ Roll“ zählt auch ein Steirer: Manfred Weinhofer, mittlerweile 82 Jahre alt, wohnhaft in Graz. Ruft man auf seinem Handy an, erklingt sofort ein Elvis-Song. Als er abhebt, weiß er gleich, worum es geht. Ja, er habe die jüngsten Nachrichten freilich mitverfolgt, ja, es sei eine Tragödie, die die Familie Presley wieder einmal ereilt habe.

„Tröstlich, dass sie im Himmel vereint sind“
„Schon ihr Vater ist an Herzversagen gestorben, vielleicht hat er ihr ja eine Herzschwäche vererbt“, mutmaßt der Pensionist, in dessen Wohnung sich Tonträger, Fotoalben und Ordner mit Elvis-Berichten stapeln. „Lisa Marie war immer eng mit ihrem Daddy verbunden, die beiden hatten eine besondere Beziehung zueinander. Es ist tröstlich, dass sie im Himmel wieder vereint sind“, sind sich Manfred Weinhofer und seine Gattin Margit einig. Seit seiner Jugend ist Manfred Weinhofer fasziniert vom „King“ und einer der wenigen Menschen, die die Musiklegende persönlich kennenlernen durften.

Mit einem Brief an den „King“ begann es
Und das kam so: „Ich war 19 Jahre alt und hatte den Internationalen Rock ’n’ Roll und Hit Club Graz gegründet. Da kam mir die Idee, Elvis Presley einen Brief mit den besten Neujahrswünschen zu schreiben. Ich schickte ihn an das Hotel Grunewald in Bad Nauheim.“ Das war jene Herberge, in der Presley während seiner Militärzeit (er war ab 1958 in Deutschland stationiert) zunächst wohnte. Der Hotelmanager steckte das Schreiben Elvis’ Vater zu - „und schon war ein erster Kontakt hergestellt. Mein nächstes Ziel war es dann, dem King eine Ehrenmitgliedschaft in unserem Club anzubieten“, erzählt Weinhofer.

Auf einen Kaffee bei Elvis
Der Steirer setzte sich daraufhin in einen Zug und fuhr nach Bad Nauheim, wo der Musiker und seine Entourage mittlerweile eine Privatvilla bezogen hatten. Während einer seiner täglichen Autogrammstunden sah der Grazer Rock-’n’-Roller seine große Chance gekommen: „Ich überreichte Elvis eine Ehrenurkunde, worauf er mich umarmte und prompt in sein Haus einlud.“

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„Er war unheimlich gut gelaunt, nett und humorvoll. Man konnte richtig Spaß mit ihm haben.“

Manfred Weinhofer über sein Treffen mit Elvis

Zum privaten Gespräch wurde Kaffee gereicht: „Sein Englisch verstand ich kaum, da half mir eine Übersetzerin. Er wollte wissen, woher ich komme, kannte Graz aber nicht.“ Die Oma brachte Kekse, und der singende Soldat aus Übersee plauderte munter aus dem Nähkästchen: „Er war unheimlich gut gelaunt, nett und humorvoll. Man konnte richtig Spaß mit ihm haben.“

Mehrere Stunden dauerte das exklusive Treffen mit dem Superstar, das sich tief ins Gedächtnis des Fans einbrannte: „Ich bekam danach unzählige Anfragen und Briefe, weil auch die ,Bravo’ darüber berichtet hatte.“ Noch heute hören Manfred und Margit Weinhofer Presleys Musik an: „Viele Texte haben einen starken Gegenwarts-Bezug. ,In The Ghetto’ etwa ist zeitlos.“

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