800.000 Euro Schaden

Wettbetrug: Zehn Basketballer in Graz angeklagt

Chronik
09.01.2023 18:30

Die Staatsanwaltschaft Graz wirft zehn ehemaligen Basketballspielern schweren Wettbetrug vor. 19 Spiele stehen im Fokus. Der Schaden wird mit mehr als 800.000 Euro beziffert. Der Prozesstermin ist noch offen, zwei Amerikaner haben sich in ihre Heimat abgesetzt. Indes geht der Fußball-Wettbetrug in der Regionalliga Ost weiter.

Der Wettbetrug hatte Anfang des Jahres die österreichische Basketball-Bundesliga erschüttert. Im Zentrum des Skandals stand der Grazer Verein UBSC. Nun, nachdem zwei Jahre in diesem für die kleine Steiermark doch großen Wettbetrug ermittelt wurde, liegt die (nicht rechtskräftige) Anklage auf dem Tisch: Zehn ehemaligen Spielern - darunter zwei Top-Basketballer aus Amerika - wird vorgeworfen, von 2017 bis 2020 in unterschiedlicher Konstellation Spiele manipuliert zu haben. Kommuniziert wurde angeblich durch simple Handzeichen. Die Spieler wetteten dabei auf ihre eigenen Niederlagen.

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Es geht um 19 Spiele, bei denen Manipulationen stattgefunden haben sollen. Der Schaden pro Spiel wird mit rund 45.000 Euro beziffert.

Hansjörg Bacher, Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz

Ex-Sportler teilgeständig
19 Spiele stehen im Visier der Staatsanwaltschaft Graz. Der Schaden für die Wettanbieter pro Spiel soll rund 45.000 Euro betragen, der Gesamtschaden über 800.000 Euro. Die Behörde wirft den Sportlern die Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie gewerbsmäßig schweren Betrug vor, teilweise noch im Versuchsstadium. Einige der Sportler sind teilgeständig. Die beiden Amerikaner, die in U-Haft waren, zahlten im Frühjahr die 5000-Euro-Kaution und flohen in ihre Heimat.

UBSC-General Manager Michael Fuchs: „Wir haben durch das alles einen erheblichen Schaden im Budget erlitten. Und verlangen, dass diejenigen, die dazu beigetragen haben, auch dafür aufkommen!“ Die Grazer konnten sich deshalb etwa nicht direkt für den Einzug in die Play-offs qualifizieren und mussten in die Abstiegsrunde. Ein Termin für den Prozess gibt es noch nicht.


Prozess um Fußball-Wettbetrug geht weiter
Fix ist hingegen, dass am 31. Jänner der Prozess um den Wettskandal in der Regionalliga Ost fortgesetzt wird. Mit Spannung werden die weiteren Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft Graz erwartet. Es geht um einige mysteriöse Zahlungsflüsse. Den neun Beschuldigten wird vorgeworfen, 19 Spiele zwischen 2019 und 2021 manipuliert und darauf gewettet zu haben. Schadenssumme: 200.000 Euro.

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