Durch den Tod einer Pensionistin im Bezirk Bruck an der Leitha stehen Dutzende kleine Fellnasen vor einer ungewissen Zukunft. Die Tierheime sind voll, doch die Zeit drängt...
Der nächste große Animal-Hoarding-Fall stellt die übervollen Tierheime vor eine schier unlösbare Aufgabe. Denn eine alleinlebende Pensionistin im Bezirk Bruck an der Leitha hinterlässt nach ihrem Tod nicht weniger als 51 Hunde. Und die Zeit drängt: Bis Ende Februar muss das Grundstück geräumt werden, dann drohen die kleinen Vierbeiner obdachlos zu werden.
Vor Ort versorgt
Aktuell werden sie von Mitarbeitern des Tierheims Bruck an der Leitha und Nachbarn vor Ort versorgt. „Die Amtstierärztin hat uns um Hilfe bei der Versorgung und der Vermittlung gebeten. Wir können sie aber nicht mitnehmen, weil wir jetzt schon bis zum letzten Platz voll sind. Auch die anderen Tierheime in der Region haben keine Ressourcen mehr frei“, berichtet Obfrau Anna Zwettler.
Kaum einsehbares Grundstück
Zwar wird heuer im Juni die Obergrenze von fünf Hunden pro Haushalt eingeführt, verhindert hätte das diesen Fall wohl aber auch nicht. Denn von der großen Ansammlung an Hunden dürfte im Vorfeld niemand etwas mitbekommen haben. „Das Grundstück ist kaum einsehbar. Kleine Hunde wie in diesem Fall erregen nicht nur weniger Aufmerksamkeit als größere Artgenossen, es kann erfahrungsgemäß auch sehr schnell gehen, dass deren Anzahl explodiert“, so Zwettler.
„Immense Mehrkosten“
Neben der akuten medizinischen Behandlung müssen die Vierbeiner auch noch geimpft, gechippt und kastriert werden. „Dadurch kommen immense Mehrkosten auf uns zu“, schildert die Obfrau. Zudem wisse man noch nicht, wie viele Hündinnen aktuell trächtig sind.
„Das wird spannend...“
Wie groß die Chancen sind, alle Tiere rechtzeitig zu vermitteln, kann Zwettler nicht einschätzen: „Es gibt aber schon einige Anfragen.“ Und was passiert mit den Hunden, die kein neues Zuhause bekommen? „Das wird spannend. Dann müssen wieder alle Tierheime zusammenhelfen und eine Lösung finden.“
Kontakt: office@tierheimbruck.at
Spendenkonto: IBAN: AT66 2021 6249 1468 2900, Betreff: "Notfallhunde Dezember 2022“
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