Positiv blickt das Arbeitsmarktservice Tirol (AMS) auf das Jahr 2022 zurück: Die durchschnittliche Zahl der Arbeitslosen sank um 36 Prozent. Im Schnitt waren 14.724 Personen ohne Job. Für das Jahr 2023 ist Landesgeschäftsführerin Sabine Platzer-Werlberger vorsichtig optimistisch.
2022 brachte eine Zeitenwende am Tiroler Arbeitsmarkt! Verglichen mit dem Jahr 2021 sank die durchschnittliche Arbeitslosenzahl um 36,4 Prozent, das sind im Schnitt 14.724 Personen ohne Beschäftigung. Die unselbständige Beschäftigung (über 350.000 Beschäftigungsverhältnisse) und auch die Anzahl der beim Arbeitsmarktservice gemeldeten offenen Stellen (9.877) sind auf ein Rekordhoch geklettert. Das alles bedeutet eine Arbeitslosenquote von 4 Prozent, und war nur im Jahr 1984 (3,8 Prozent) niedriger.
„Zum ersten Mal seit dem 19. Jahrhundert ist die Tiroler Bevölkerung im Alter von 20 bis 64 Jahren geschrumpft. Dieser demografische Wandel wird in den kommenden Jahren noch deutlicher spürbar sein als heute. Die Arbeit wird uns in Tirol und auch im Arbeitsmarktservice jedenfalls nicht ausgehen“, sagt Platzer-Werlberger.
Der Personalmangel wird die größte Herausforderung am Arbeitsmarkt bleiben.
Tirols AMS-Chefin Sabine Platzer-Werlberger
2023 sei angespannt, aber positiv
Trotz der weiterhin angespannten geopolitischen Lage fällt die Prognose für den Tiroler Arbeitsmarkt in diesem Jahr verhalten positiv auf. Die Arbeitslosigkeit (+700) und die Arbeitslosenquote werden im Vorjahresvergleich voraussichtlich leicht steigen. Auch die aktive Beschäftigung wird aufgrund der zunehmenden Erwerbsbeteiligung von älteren Arbeitskräften und Frauen und einer anhaltenden Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland weiter steigen (+1.700). Dazu die AMS-Chefin: „Der Personalmangel wird die größte Herausforderung am Arbeitsmarkt bleiben. Im internationalen Wettbewerb um Arbeitskräfte braucht es entschlossene Reformen, weit über die Arbeitsmarktpolitik hinaus.“













Kommentare
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.