Tauwetter in Skigebiet

Schnee – oder im Februar gehen Lichter aus

Salzburg
30.12.2022 07:30

Das gilt zumindest für die Postalm im Salzburger Tennengau: Chef Linus Pilar zittert in seinem familienfreundlichen Skigebiet wegen des Tauwetters um den Fortbestand. Die Wettervorhersagen für den Jänner schauen auch trüb aus.

Mögliche Rekordtemperaturen zu Silvester: Für stadtnahe Skigebiete wie etwa jenes in Werfenweng ist das ein Graus, sie kämpfen extrem mit der Witterung – die „Krone“ berichtete.

Manche kämpfen ums nackte Überleben. Dazu zählt die Postalm im nördlichen Tennengau. Im familienfreundlichen Winterpark ist die Skischule mit Anfängerkursen ausgebucht. Aber nur Skischullift und Förderband sind geöffnet. Das ist zu wenig.

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Große Skigebiete schaffen sich eine 60 Zentimeter dicke Kunstschneeschicht, bei uns sind es nur zehn Zentimeter. Die Voraussetzungen für den Betrieb bei so wenig Naturschnee sind dann natürlich nicht optimal.

Linus Pilar (48), Boss der Postalm

„Lage angespannt“
„Die Lage ist angespannt“, erzählt Eigentümer und Chef Linus Pilar. Der 48-Jährige hat den Betrieb 2016 mit einem Geschäftspartner übernommen und vor der Insolvenz bewahrt.

Postalm-Chef und Eigentürmer Linus Pilar muss auf Schnee hoffen (Bild: zVg)
Postalm-Chef und Eigentürmer Linus Pilar muss auf Schnee hoffen
Die weißen Streifen werden immer kleiner: Gilt auch für das Skigebiet beim Hahnbaumlift in St. Johann. (Bild: Gerhard Schiel)
Die weißen Streifen werden immer kleiner: Gilt auch für das Skigebiet beim Hahnbaumlift in St. Johann.

Doch nun drohen auch dem Linzer Betriebswirt unruhige Zeiten. Eiskaltes Problem: Auf der Postalm kann und darf nicht so viel wie anderswo beschneit werden. „Große Skigebiete schaffen sich eine 60 Zentimeter dicke Kunstschneeschicht, bei uns sind es nur zehn Zentimeter.“

Das Weihnachtsgeschäft mache ein Drittel des Gesamtumsatzes aus, fiel aus. Langlaufen, Skitourengehen? Derzeit auch nicht möglich. Grundkosten mit den Pachten (Grundstücke, Straße) laufen jedoch weiter. Das hatte bereits Folgen.

Acht Mitarbeiter gekündigt
„Am 22. Dezember habe ich mich leider von acht Mitarbeitern trennen müssen. So halten wir bis Ende Jänner durch. Aber sollte bis dahin der Schnee ausbleiben, wird es sehr eng“, fürchtet Pilar um den Fortbestand. Auch, weil die grobe Wetterprognose für den Jänner aktuell eines nicht verspricht: Kälte und Niederschlag.

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