Gleich drei Viruserkrankungen bringen die Krankenhäuser ans Limit. Ärzte kämpfen um das Leben von Erwachsenen - und auch Kindern. Deswegen helfen die privaten Sanatorien aus.
Covid, Influenza und RSV: Diese drei Viren sorgen zurzeit für viele Krankenstände. Das schlägt sich auch in den Spitälern nieder. „Aufgrund der angespannten Situation bin ich froh, dass wir internistische Patienten in die privaten Sanatorien verlegen können. Das bringt etwas Entspannung in eine sehr prekäre Lage“, sagt SALK-Geschäftsführer Paul Sungler. So sind die internistischen Stationen zurzeit sehr belastet - und auch im Kinderbereich muss Personal verstärkt werden.
So müssen auch Kinder wegen ihrer Influenza- oder RSV-Infektion im Spital behandelt werden. Drei Kinder liegen mit einer RSV-Infektion sogar auf der Intensivstation. In den vergangenen Wochen wurden 470 Kinder in der Notfallambulanz positiv auf den Virus getestet. Mehr als 80 Patienten liegen mit einer Covid-Infektion im Spital, 37 Influenza-Kranke mussten ebenfalls stationär aufgenommen werden - darunter wieder elf Kinder.
Land will mit neuer Einrichtung entlasten
Was die Situation zusätzlich verschärft: Patienten, die eigentlich gar nicht mehr im Spital liegen müssten. So gibt es mehr als 60 austherapierte Patienten in den Landeskliniken, die aber nicht entlassen werden können, weil es entweder keinen Platz in einem Pflegeheim oder keine ambulante Heimhilfe für sie gibt. So gehen den Spitälern auf diese Weise rund 5000 Belagstage verloren - und auch das kostet wieder Kapazitäten. Das Land will nun in Hallein eine Reha-Einrichtung kaufen, um dort Patienten fit für den Alltag zuhause zu machen.
Auf Grund der angespannten Situation bin ich froh, dass wir internistische Patienten dorthin verlegen können. Das bringt etwas Entspannung in einer prekären Lage.
Paul Sungler, Geschäftsführer Salzburger Landeskliniken
Schon während der Corona-Pandemie hat die SALK Eingriffe in private Häuser ausgelagert – mit der Unterstützung des dortigen Pflegepersonals. So können die Stationen etwas entlastet werden. Die Zusammenarbeit startet laut Paul Sungler noch vor Weihnachten.
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