Angespannte Situation

Landeskliniken lagern wieder Eingriffe aus

Salzburg
23.12.2022 07:00

Gleich drei Viruserkrankungen bringen die Krankenhäuser ans Limit. Ärzte kämpfen um das Leben von Erwachsenen - und auch Kindern. Deswegen helfen die privaten Sanatorien aus.

Covid, Influenza und RSV: Diese drei Viren sorgen zurzeit für viele Krankenstände. Das schlägt sich auch in den Spitälern nieder. „Aufgrund der angespannten Situation bin ich froh, dass wir internistische Patienten in die privaten Sanatorien verlegen können. Das bringt etwas Entspannung in eine sehr prekäre Lage“, sagt SALK-Geschäftsführer Paul Sungler. So sind die internistischen Stationen zurzeit sehr belastet - und auch im Kinderbereich muss Personal verstärkt werden.

So müssen auch Kinder wegen ihrer Influenza- oder RSV-Infektion im Spital behandelt werden. Drei Kinder liegen mit einer RSV-Infektion sogar auf der Intensivstation. In den vergangenen Wochen wurden 470 Kinder in der Notfallambulanz positiv auf den Virus getestet. Mehr als 80 Patienten liegen mit einer Covid-Infektion im Spital, 37 Influenza-Kranke mussten ebenfalls stationär aufgenommen werden - darunter wieder elf Kinder.

Land will mit neuer Einrichtung entlasten
Was die Situation zusätzlich verschärft: Patienten, die eigentlich gar nicht mehr im Spital liegen müssten. So gibt es mehr als 60 austherapierte Patienten in den Landeskliniken, die aber nicht entlassen werden können, weil es entweder keinen Platz in einem Pflegeheim oder keine ambulante Heimhilfe für sie gibt. So gehen den Spitälern auf diese Weise rund 5000 Belagstage verloren - und auch das kostet wieder Kapazitäten. Das Land will nun in Hallein eine Reha-Einrichtung kaufen, um dort Patienten fit für den Alltag zuhause zu machen.

Zitat Icon

Auf Grund der angespannten Situation bin ich froh, dass wir internistische Patienten dorthin verlegen können. Das bringt etwas Entspannung in einer prekären Lage.

Paul Sungler, Geschäftsführer Salzburger Landeskliniken

Schon während der Corona-Pandemie hat die SALK Eingriffe in private Häuser ausgelagert – mit der Unterstützung des dortigen Pflegepersonals. So können die Stationen etwas entlastet werden. Die Zusammenarbeit startet laut Paul Sungler noch vor Weihnachten.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Salzburg
23.12.2022 07:00
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Salzburg
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung