Tulln ist bei Häuslbauern und Immo-Entwicklern ein begehrtes Pflaster. Zu gering die Nähe zu Wien, Krems und St. Pölten, zu gut mittlerweile die Verkehrsanbindung per Straße und Schiene. Die Folge sind explodierende Grundstückspreise - und eine Stadt, die schneller wächst, als es der Stadt lieb ist.
Zwar baut auch die eigene Genossenschaft fleißig an größeren und kleineren Projekten, doch es sind vor allem private Investoren, die hier ihre Wohnanlagen in die Höhe ziehen. Zuletzt sorgte ein „Monsterbau im Siedlungsgebiet“, wie ihn die direkten Anrainer im Ortsteil Langenlebarn getauft haben, für gehörigen Wirbel. Und auch wenn dieses Projekt davon nicht mehr betroffen ist, hat der Gemeinderat nun eine Bausperre für alle Katastralgemeinden beschlossen.
Vor drei Monaten noch abgeschmettert, jetzt doch beschlossen. Aber Schwamm drüber, es geht um die Menschen vor Ort.
Michael Hanzl, Stadtrat TOP
Dass der Antrag der Volkspartei eine deutliche Mehrheit fand, überrascht nicht: Denn die Bürgerliste „Tullner ohne Parteibuch“ (TOP) hatte die Forderung bereits vor drei Monaten beinahe gleichlautend gestellt.
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