Auch Österreich ist keine Insel der Seligen, immer wieder gibt es Skandale um manipulierte Fußballspiele. Laut dem steirischen Verbandspräsidenten Wolfgang Bartosch hat man bei der Bekämpfung der Wettmafia mittlerweile aber Fortschritte erzielt.
Herr Bartosch, der letzte Wettskandal in Österreich ist erst vor wenigen Monaten aufgeflogen. 19 Spiele in der Regionalliga Ost und anderen unterklassigen Ligen waren manipuliert.
Das wird man nie ganz ausrotten können. Leider gibt es immer wieder solche Vorfälle.
Laut Wettmafia-Ermittler Rudolf Stinner wird in Österreich schon seit Jahren nur halbherzig in dieser Problematik vorgegangen.
Da bin ich anderer Meinung, es ist in den vergangenen Jahren doch einiges passiert, und das ist extrem wichtig! Es ist der ,Play Fair Code’ ins Leben gerufen worden, der das Thema begleitet. Mit Prävention, Monitoring und einer Ombudsstelle.
Gibt es auch im steirischen Verband eine Anlaufstelle, wohin betroffene Spieler sich wenden können?
Nein, wir sind ja auch keine Behörde, die Ermittlungen anstellen darf. Wir können Verdachtsmomente nur weiterleiten.
Ein mühsamer Kampf?
Man muss vorsichtig sein. Du musst es am Ende auch beweisen können. Bis dahin gilt immer noch für jede Person die Unschuldsvermutung.
Vor Ihrer Zeit als Präsident hat 2007 auch im steirischen Fußballverband eine Hausdurchsuchung stattgefunden. Wegen angeblich ungerechtfertigter Schiedsrichterzahlungen und verschwundener Subventionsbeträge.
Es hat seinerzeit eine Anzeige wegen Förderbetrugs gegeben. Die nötigen Unterlagen waren dann aber nicht auffindbar, die Ermittlungen wurden daher letztlich auch eingestellt.
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