Preisexplosion

Hohe Kosten: Vogewosi mit weniger Projekten

Vorarlberg
12.12.2022 18:15
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Mit 26 Millionen Euro lag das Neubauvolumen im Jahr 2021 um knapp zehn Millionen Euro unter dem der vergangenen Jahre.

Die Vorarlberger gemeinnützige Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft (Vogewosi) hat im Jahr 2021 angesichts des schwierigen Umfelds weniger gebaut. Aufgrund der Preisexplosionen in allen Bereichen würden im Neubau vorerst nur noch Projekte gestartet, die aufgrund des Wohnbedarfs dringend benötigt werden, sagte Vogewosi-Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz. Die Bautätigkeit konzentriere sich auf die derzeit auf noch etwas kostengünstigeren Holzbauprojekte und auf solche, deren Bauverfahren bereits sehr weit fortgeschritten sind. "

Branche steht vor großen Herausforderungen
Die gesamte gemeinnützige Branche stehe derzeit vor großen Herausforderungen. Zum einen explodierten die Energiepreise, zum anderen seien Rohstoffe und Handwerker nur begrenzt verfügbar, was zu einer massiven Kostensteigerung von rund 25 Prozent führe. Das mache die nachhaltige Finanzierung eines leistbaren Mietentgelts immer schwieriger. Der Markt sei nach wie vor überhitzt, auch wenn inzwischen wieder mehr Grundstücke verfügbar sind. Eine Preisberuhigung sei noch nicht festzustellen. „Wir sprechen hier - umgelegt auf die Wohnfläche - von Preisen zwischen 1000 und 2400 Euro pro Quadratmeter.“

Strenge Auflagen
Ein weiterer Grund für die Verteuerung sei die Vielzahl an Vorgaben durch die öffentliche Hand, kritisierte Lorenz. So soll etwa nur noch in Sammelgaragen geparkt werden, die für die E-Mobilität ausgestattet sind. Barrierefreiheit sei auch bei Klein- und Kleinstwohnanlagen zu gewährleisten, ebenso würden moderne Unterflurmüllsysteme erwartet. Das alles verursache zusätzliche Kosten.

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