Während der Pandemie versorgten die unzähligen Essensboten die Steiermark mit Pizza, Schnitzel und Co. Am Donnerstag gingen sie in Graz für bessere Bezahlung auf die Straße.
Um die Mittagszeit versammelten sich die Zusteller des Lieferservice Mjam in der Innenstadt. Der Kern der Forderungen: Eine Erhöhung der Bezahlung pro Bestellung, ein Maximalgewicht pro Lieferung und eine faire Abrechnung der gefahrenen Distanzen.
Mjam zeigte sich schon vor dem Start der Demonstration einsichtig: „Wir haben bereits Mitte des Jahres einen internen Evaluierungsprozess gestartet, der auf Fahrer Umfragen der gesamten Flotte, sowie anschließenden Gesprächsrunden mit Fokusgruppen basiert, welche wir zuletzt intensiviert haben“, heißt es in einem Statement der Geschäftsführung.
Ab 2023 soll ein neues Bezahlmodell und eine Verbesserung der internen Abläufe umgesetzt werden, so der Konzern.
In Wien wurde bereits demonstriert
Bei den Boten handelt es sich im Regelfall um freie Dienstnehmer, die keinem Angestelltenverhältnis oder Kollektivvertrag unterliegen. Zuletzt formierte sich bereits in Wien eine Demonstration, nun schwappte der Unmut auch nach Graz über.
Verständnis für die Anliegen der Essenszusteller zeigte die KPÖ. Gemeinderat Max Zirngast ließ per Aussendung wissen: „Die KPÖ solidarisiert sich mit den Protesten der Mjam-Belegschaft. Bessere Entlohnung und faire Arbeitsbedingungen müssen auch für freie Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer gewährleistet werden, die keine Lobby im Rücken haben.“
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