Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Dachte sich offensichtlich Fußball-Ostligist Bruck, der die Trainer und Spieler nun mit 50 Prozent der seit Juli ausstehenden Gehälter abspeisen möchte. Nehmen die Leidtragenden, die sich zuletzt an die Gewerkschaft wandten, den Deal an, bekommen sie im Gegenzug die sofortige Freigabe für einen Winterwechsel. Klingt irgendwie nach Erpressung.
„Wir stehen im Leeren“, meint ein Spieler, der nicht genannt werden will, den Schritt mit der „Vereinigung für Fußballer“ in die Wege leitete. „Das war nicht mein Ziel, aber wenn du immer nur vertröstet wirst, kein Geld siehst, hast du keine andere Wahl.“ Laut Obmann Johann Rödler gebe es ja nur „Unregelmäßigkeiten“ bei den Gehältern.
Die Realität sieht jedoch anders aus. „Bei mir sind noch sechs Löhne offen. Sogar aus dem Vorjahr“, weiß der Kicker. Was bleibt, ist pure Enttäuschung. „Unterm Strich wurden wir einfach angelogen.“ Auf 50 Prozent seines Salärs verzichtet der Spieler übrigens nur aus einem Grund. „Ich will schnellstmöglich von diesem Verein weg!“
Also lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. „In Zukunft werde ich mich nur noch anmelden lassen. Sonst hat man gegen den Klub nichts in der Hand.“ Nun droht der Super-GAU: „Kaum ein Spieler wird bleiben“, meint ein weiterer Akteur. „Ich bin gespannt, wer dort im Frühjahr aufläuft. Jeder, der gesunde Gehirnzellen hat, geht nicht nach Bruck!“
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