Von Anfang Jänner bis jetzt starben bei Verkehrsunfällen in Kärnten 16 Menschen, 1042 Tote wurden seit dem Jahr 2000 betrauert. Eine der Hauptursachen für das unermessliche Leid: Ablenkung und Unachtsamkeit.
Allerheiligen und Allerseelen sind auch Tage, an denen wir der Verkehrstoten gedenken. „Für Angehörige ist der Unfalltod besonders schlimm. Verkehrsunfälle reißen Menschen plötzlich aus dem Leben. Ein Mensch, mit dem man gestern noch gelacht hat, ist plötzlich nicht mehr da“, macht VCÖ-Sprecher Christian Gratzer auf den Schmerz der Angehörigen von Unfallopfern aufmerksam.
Es gibt nur eine akzeptable Anzahl an Verkehrstoten - und die ist null
Seit dem Jahr 2000 starben in Kärnten 1042 Menschen im Straßenverkehr, österreichweit waren es 13.550. Das schlimmste Jahr war in Kärnten 2002: 83 Verkehrstote! Im Vorjahr mussten 38 Familien auf der Straße tödlich Verunglücke zu Grabe tragen. Heuer waren es bereits 16 - und das Jahr ist noch nicht zu Ende.
Tempolimits, Verkehrsberuhigung und Öffis
Der Verkehrsclub Österreich betont: Niedrige Tempolimits, Verkehrsberuhigung in Gemeinden - um die schwächsten Verkehrsteilnehmer, die Fußgänger, zu schützen - und Städten sowie ein gutes öffentliches Verkehrsangebot erhöhen die Verkehrssicherheit.
VCÖ sieht Schweiz als Vorbild
Denn während in der Schweiz, wo Tempo 80 auf Freilandstraßen und 120 auf Autobahnen gilt und es innerorts zahlreiche Begegnungszonen gibt, im gesamten Vorjahr 200 Menschen im Straßenverkehr starben, waren es in Österreich in dem Zeitraum mit 320 deutlich mehr.
Handy am Steuer wirkt wie ein Rausch
Eine der Hauptursachen tödlicher Verkehrsunfälle ist Ablenkung und Unachtsamkeit. Der VCÖ spricht sich daher für die Aufnahme von Handy am Steuer als Delikt ins Vormerksystem aus. „Wer mit dem Handy am Ohr telefoniert, reagiert so schlecht wie ein Alko-Lenker mit 0,8 Promille“, erklärt VCÖ-Sprecher Gratzer.
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