Nicht weniger als 150 neue zusätzliche Verbindungen soll der S-Bahn-Ausbau ab 2024 für St. Pölten bringen. Doch diese Ankündigung durch Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) sorgt nicht bei allen für Jubelrufe.
Viele erleben nämlich stattdessen ein Déjà-vu. Der große Bahnausbau im Zentralraum wurde schließlich auch schon vor der letzten Landtagswahl vor fünf Jahren zugesichert, wird kritisiert. Damit der Ausbau dieses Mal auch wirklich stattfindet, hatte – wie berichtet – die Landeshauptstadt zuletzt sogar eine Resolution verabschiedet. Auch die Grünen gehen in die Offensive. Sie bezeichnen das Bekenntnis der ÖVP zum öffentlichen Verkehr als „Show-Politik vor der Wahl“.
„Geschichte wiederholt sich“
„Die Geschichte wiederholt sich. Danach hört man von derselben Partei wieder nur ein Drängen auf Straßenprojekte wie S 34, S 8 und Lobautunnel“, so Landessprecherin Helga Krismer. Weil der Öffi-Ausbau zudem ohnehin im ÖBB-Rahmenplan vereinbart ist, spricht Krismer lediglich von „Nebelgranaten“. „Die ÖVP lenkt damit von eigenen Versäumnissen ab“, ist sie überzeugt.
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