St. Pölten will den Zentralraum zusätzlich zu der vom Land zugesagten S-Bahn mit LUP-Bussen erschließen. Damit dies auch umgesetzt wird, wurde eine Resolution im Gemeinderat beschlossen.
Vorsichtig ist man in St. Pölten, wenn auf Landesebene vor einer Wahl die vielfach geforderte S-Bahn für den Zentralraum zugesichert wird. Wie schon 2017 ist dies, wie berichtet, auch heuer der Fall. „Es darf aber diesmal nicht bloß wieder eine Ankündigung sein“, fordert SPÖ-Bürgermeister Matthias Stadler.
Daher hat der Gemeinderat der Landeshauptstadt am Montag eine Resolution verabschiedet, in der Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) aufgefordert wird, nach der erneuten Ankündigung auch eine Erklärung samt Zeitplan zur Umsetzung zu unterschreiben.
SLUP von Alland bis Grafenegg
Dazu wurde im Rathaus auch an einer Ergänzung des geplanten S-Bahn-Konzepts gearbeitet. In Anlehnung an den Stadtbus LUP wurden als „Diskussionsgrundlage“ sogenannte SLUP-Linien entworfen, die Gemeinden und Regionen verbinden sollen, die nicht an das Schienennetz angebunden sind. Dies reicht von Alland bis Grafenegg (siehe Grafik).
„Wir sind der Meinung, dass nur im Zusammenwirken von S-Bahn und SLUP eine praktikable Verkehrslösung für den Zentralraum entstehen kann. So wird möglichst vielen Menschen eine schnelle Verbindung in die Landeshauptstadt ermöglicht“, erklärt Stadler.
„Nicht ausgereift“
Dass ab 2024 eine „Regio S-Bahn St. Pölten“ fahren soll, begrüßt auch die städtische Volkspartei. „Wir müssen den Druck hochhalten, damit ÖBB und Verkehrsministerium ihre Zusagen beim Ausbau der Schieneninfrastruktur einhalten“, fordert Klubobmann Florian Krumböck. Bei der Resolution stimmte man aber nicht mit. „Weil sie vordergründig parteipolitisch motiviert und inhaltlich nicht ausgereift war“, sagt Krumböck.









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