Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig spricht über die Versorgungssicherheit und auch den Wolf.
Das österreichische Versorgungspaket für heimische Landwirte beinhaltet 110 Millionen Euro. „Davon sind 5,7 Millionen für gut 10.000 Kärntner Landwirte vorgesehen“, gibt Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig, der im Zuge seiner österreichweiten „Versorgungssicherheitstour“ am Donnerstag auch in Kärnten Halt machte und darüber informierte, bekannt. Noch heuer soll der Betrag über die AMA automatisch ausbezahlt werden.
Neue Agrarpolitik als Chance
Neben anderen Unterstützungspaketen wie Stromkostenzuschuss, Agrardieselvergütung, Rückvergütung der CO2 Bepreisung und Unterstützungen vonseiten des Landes Kärnten sieht der Minister die neue, gemeinsame Agrarpolitik als Chance für eine positive Zukunft der Bauern. „135 Millionen Euro wurden dabei den Kärntner Landwirten bis 2027 zugesichert. Ab 2023 stehen Österreichs Landwirtschaft dabei 1,8 Milliarden Euro zur Verfügung.“ Totschnig bezeichnet dieses Projekt als eine der besten Unterstützungen der heimischen Landwirte. „Es gibt uns allen Planungssicherheit und Stabilität, und zwar in jedem Bereich der Landwirtschaft.“
Auf die Frage, wie man den Beruf der Bauern attraktiver machen kann, hat der Minister eine klare Antwort: „Ausbildung, Weiterbildung, Unterstützung und Beratung sind das A&O!“
Umfragen zeigen, Landwirte sind bei uns sehr hoch angesehen. Wir sind sozusagen der Feinkostladen Europas!
Norbert Totschnig, Landwirtschaftsminister
Bauern so wichtig wie nie zuvor
Zudem seien Bauern so wichtig wie nie zuvor. „Das hat man in Zeiten der Pandemie bemerkt.“ Österreich müsse sich um eine Versorgungskrise keine Gedanken machen: „Umfragen zeigen, Landwirte sind bei uns sehr hoch angesehen. Wir sind sozusagen der Feinkostladen Europas!“
Konkrete Meinung zum Thema Wolf
Auch zum Thema Wolf hat der Minister eine konkrete Meinung: „In Europa gilt eine 30 Jahre alte Gesetzgebung – die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie. Die sieht den strengen Schutz für den Wolf vor. Sie ist aber veraltet. Das Tier ist nicht mehr vom Aussterben bedroht. Jetzt gefährdet es Almwirtschaft und Siedlungsgebiete. Ziel ist eine Bestandsregulierung und das nicht nur österreichweit.“
Dankbar und motiviert zeigen sich die Kärntner Landwirtschaftsvertreter. Landesrat Martin Gruber und Kammerpräsident Siegfried Huber: „Regionalität macht uns unabhängig. Und die bundesweiten Gelder sind keine Geschenke. Hinter jedem Euro steht eine Auflage, die man einhalten muss.“
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