Ringen um Hofburg

Präsidenten-Wahl: 540.626 in Tirol stimmberechtigt

Tirol
09.10.2022 06:58

Die Tirolerinnen und Tiroler werden am Sonntag nach der jüngsten Landtagswahl schon wieder zu den Wahlurnen gebeten: Mit dem Amtsinhaber stehen sieben Kandidaten für die Kür des künftigen Bundespräsidenten von Österreich zur Auswahl. Das erste Wahllokal öffnete bereits um 6 Uhr. Am längsten Zeit für die Stimmabgabe haben die Wahlberechtigten in Innsbruck.

Insgesamt öffnen tirolweit am Sonntag 785 Wahllokale. Wahlberechtigte müssen in jenem Wahllokal in ihrer Hauptwohnsitzgemeinde wählen, in dessen Wählerverzeichnis sie eingetragen sind. Bereits um 6 Uhr öffnete das erste Wahllokal in Pfunds. Der Großteil der Wahllokale ermöglicht die Stimmabgabe ab 8 Uhr. Die meisten Wahllokale schließen zwischen 13 und 15 Uhr. In der Landeshauptstadt Innsbruck ist die Stimmabgabe bis 17 Uhr möglich.

Über 6 Mio. Wahlberechtigte in Österreich
Österreichweit sind 6.363.489 Personen zur Wahl aufgerufen. In Tirol gibt es exakt 540.626 Stimmberechtigte. Wahlberechtigt sind alle österreichischen Staatsbürger, die bis zum Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben - also am 9. Oktober 16 Jahre oder älter sind - und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. Auch sogenannte „Auslandsösterreicher“ können an der Wahl teilnehmen, sofern sie im Wählerverzeichnis der zuständigen Gemeinde (letzte Hauptwohnsitzgemeinde in Österreich) eingetragen sind.

Erste Hochrechnung kurz nach 17 Uhr
Kurz nach 17 Uhr werden die ersten Hochrechnungen erwartet, diese sollten bereits Aufschluss über den Ausgang der Wahl bringen. Allerdings haben die Hochrechner von SORA und ARGE Wahlen bereits im Vorfeld erklärt, dass die Berechnung dieses Mal besonders schwierig ist. Grund dafür ist, dass viele unabhängige Kandidaten antreten, die - abgesehen von FPÖ-Kandidat Walter Rosenkranz - nicht von einer der Parlamentsparteien nominiert wurden.

Das vorläufige Endergebnis wird ab ca. 20 Uhr erwartet, Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) wird es im Wahlzentrum im Palais Niederösterreich verkünden. In diesem Ergebnis fehlen allerdings noch die Wahlkartenstimmen, die per Post oder persönlich bei der Bezirkswahlbehörde abgegeben wurden (also die „Briefwahl“). Und das sind sehr viele: 958.136 Wahlkarten wurden ausgestellt, das macht 15 Prozent der Wahlberechtigten aus - und damit dürfte es an die 825.000 Briefwähler geben.

Nur jene Wahlkarten, die in „fremden“ Wahllokalen abgegeben wurden, werden gleich am Sonntag mitgezählt. Die Briefwahlstimmen werden erst am Montag ausgewertet und könnten noch Veränderung bringen.

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