Warum ich kein Waschmittel mehr kaufen muss und was die Herbstspaziergänge damit zu tun haben. „Die kleine Botin“ aka Daniela Gaigg schreibt als Kolumnistin über Themen rund um das Leben mit der Familie. Das sind Nachhaltigkeit im Alltag, Selbstfürsorge und Gedankenanstöße für Eltern.
Bunte Blätter, der raue Wind, der an den Bäumen rüttelt und Nieselregen - der Herbst zeigt sich jetzt immer wieder von seiner groben Seite. Das ist zwar auf den ersten Blick ungemütlich, aber genau das macht das Klima bei uns aus. Und der Herbst ist in seiner Fülle kaum zu überbieten. Überall kann jetzt geerntet werden, sogar beim Spaziergang! Wer Kinder hat, weiß wahrscheinlich, worauf ich hinaus will, denn die Taschen sind jeden Tag voller Schätze, zum Beispiel Kastanien! Abgesehen vom Basteln kann man sie auch zum Waschen verwenden. Kastanien beinhalten jede Menge waschaktiver Substanzen, sogenannte Saponine. Damit man ihre Kraft nutzen kann, muss man die Kastanien zerkleinern. Frische, noch nicht ausgetrocknete Kastanien kann man mit einem scharfen Messer vierteln. Man kann die Kastanien auch in einer Küchenmaschine häckseln und das grobe Pulver trocknen. So hat man das ganze Jahr über umweltfreundliches und kostenloses Waschmittel.
Nach der Vorbereitung ein Glas zuerst zu 2/3 mit Kastanienstücken, dann komplett mit Wasser auffüllen und mit Deckel verschließen. Das Glas soll nun einen Tag stehen bleiben. Zwischendurch immer wieder schütteln. Am nächsten Tag abseihen und das Waschmittel ist einsatzbereit! Bei sehr hartem Wasser empfiehlt es sich, 1 Teelöffel Natron pro Waschgang dazuzugeben. Für den Duft sorgen einige Tropfen ätherischen Öles.
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