Kassenärzte-Mangel

Ärztekammer fordert mehr Geld von „starrer“ ÖGK

Steiermark
27.09.2022 14:02

Säbelrasseln vor den Tarifverhandlungen: Mediziner-Vertretung prangert langjährige Versäumnisse der Krankenkasse an und hat einige Forderungen.

In der Steiermark sind aktuell 35 Planstellen für Kassenärzte nicht besetzt. Die Ärztekammer stellte gestern klar, dass dieser Missstand nicht an einem generellen Mangel an Medizinern liege und prangerte stattdessen den „ÖGK-Ärztemangel“ an.

Ein Problem, das die „Krone“ bereits am Sonntag mit einem Selbstversuch schonungslos offenlegte: Wer auf Kassenärzte angewiesen ist, muss teils massive Wartezeiten für Untersuchungen oder Behandlungen in Kauf nehmen - so man überhaupt einen Termin bekommt.

1,93 Euro für Blutabnehmen
Nun stimmte die Ärztekammer in den Tenor mit ein und forderte bessere Rahmenbedingungen von der ÖGK: „Wenn ein Krügel Bier doppelt so viel kostet wie die Blutabnahme aus der Vene, dann läuft im System etwas falsch“, brachte es Dietmar Bayer, Obmann der niedergelassenen steirischen Ärzte, auf den Punkt. Es sind 1,93 Euro, die ein Kassenmediziner dafür abrechnen darf.

Die Steiermark liege bei den meisten Tarifen auf den hintersten Plätzen unter allen Bundesländern, ist in einigen Bereichen sogar Schlusslicht. Am 6. Oktober tritt die Steirische Ärztekammer in Tarifverhandlungen mit der ÖGK ein. Man erhofft sich nicht nur finanzielle Verbesserungen. „Die Strukturen sind bekannt als sehr starr und stark reglementiert. Wir wünschen uns mehr Freiheit und Flexibilität“, sagte Kammer-Präsident Michael Sacherer.

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