Unnötiges Tierleid in Kramsach (Tirol): Am Reintalersee passierte es gleich zweimal binnen weniger Tage, dass sich Angelhaken am Kopf bzw. Schnabel von Schwänen verhängten. Couragierte Helfer konnten ein Exemplar fangen und retten, das zweite jedoch noch nicht.
Wenn sich Angler und Schwäne in die Quere kommen, kann dies mit einem Tierdrama enden: Am Reintalersee bei Kramsach bemerkten Besucher dieser Tage einen Schwan, bei dem ein Angelhaken zwischen Ohr und Auge steckte. Die Schnur war offenbar abgeschnitten worden. Plausibel also, dass ein Angler das Malheur bemerkt hatte – eine Meldung bei Polizei oder Tierschutzverein unterblieb aber.
Tierschutzverein-Mitarbeiterin rettete einen Schwan
Nach der Meldung fuhr Sarah Schauer vom Tierschutzverein für Tirol zum See. Und sie schaffte es tatsächlich, den Schwan zu fangen, ihn um das halbe Gewässer zum Auto zu tragen und zum Haus der Tiere nach Maurach am Achensee zu bringen. „Ich konnte dann den Haken, der sich tief ins Fleisch gebohrt hatte, entfernen“, schildert Roman Pellegrini, Pfleger im Haus der Tiere.
Weil der Schwan aber unter der Entzündung und hohem Fieber litt, widmete sich auch noch die Wattener Tierärztin Tanja Isser - eine Spezialistin für Vögel - kostenlos dem gefiederten Patienten. „Danach konnten wir das zwölf Kilo schwere Tier zu seiner Familie am Reintalersee bringen“, so Pellegrini.
Das nächste geflügelte Opfer
Kaum zu glauben: Nach diesem glücklich verlaufenen Fall kam dann aber die nächste Meldung vom Reintalersee – ein Schwan, bei dem ein Angelhaken samt 20 Zentimeter langer Schnur im Schnabel steckt. Die engagierten Helfer versuchen derzeit, auch dieses Tier zu retten, es konnte vorerst aber nicht eingefangen werden.








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