Eine dreiköpfige Familie aus dem Weinviertel kann sich das Leben bald nicht mehr leisten. Grund dafür ist die Stromrechnung - die Kosten haben sich von 61 auf 905 Euro (!) erhöht. „Wir heizen schon jetzt nur noch bis 18 Grad ein“, so der Vater im „Krone“-Gespräch.
Ein Schreiben wie aus der Hölle: „Aufgrund der schwierigen Situation am Energiemarkt müssen wir unser Produktangebot umstellen. Statt Fixpreis bieten wir Ihnen einen Tarif an, welcher an die Marktpreisentwicklung gekoppelt ist. Sinken die Energiepreise an der Börse, profitieren Sie natürlich unmittelbar davon.“ – Blöd nur, dass die Preise aktuell durch die Decke gehen und die einfachen Bürger in den Abgrund gestoßen werden. So geschehen bei Familie G. aus Retz. Von zuletzt 61 Euro im Monat soll der künftige Teilbetrag beim Stromversorger 905 Euro ausmachen. Vom Gaspreis-Fiasko will man gar nicht mehr sprechen.
Heizen als Luxus
Vater Roman und Mutter Christine arbeiten zwar als Programmierer und Verkäuferin hart für ihr Geld, doch Spitzenverdiener sind sie keine. Vor drei Jahren erfüllte man sich noch dazu den Traum vom Eigenheim, doch der „Bastlerhit“ wird jetzt zum Luxusobjekt: „Wir heizen schon jetzt nur noch bis 18 Grad. Wenn wir niedriger gehen, geht die alte Bausubstanz kaputt, und ein anderes Heizsystem können wir uns auch nicht leisten“, so Roman G. zur „Krone“.
Während also die Politik Hilfen im dreistelligen Bereich verspricht, drohen horrende Rechnungen. Der Winter naht - und viele Bürger haben Angst.
Josef Poyer und Andreas Leisser, Kronen Zeitung
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