Dass Strom ab Dezember auf zehn Cent je Kilowattstunde subventioniert wird, entlastet Kleinverbraucher. Größere Familien und andere trifft die Teuerung vorerst noch stark.
Die Eckpunkte der Strompreisbremse stehen nun fest, und damit kristallisiert sich auch heraus, wer davon profitiert und wer zumindest vorerst weiter mit hohen Kosten rechnen muss.
Entlastungspaket kostet zwischen drei bis vier Milliarden Euro
Klar ist: Zahlen werden wir das Paket alle, denn es wird 3 bis 4 Milliarden Euro an Steuergeld kosten. Weitere „Verlierer“ sind alle jene, die Gas, Heizöl, Pellets, oder Fernwärme verbrauchen, denn für diese Energieformen soll es erst in einem weiteren Schritt gezielte Entlastungen geben.
Und auch beim kommenden Strompreisdeckel sind etwa kinderreiche Familien mit einem Jahres-Stromverbrauch von deutlich über 2900 Kilowattstunden (kWh) derzeit zu wenig berücksichtigt. Hier verspricht die Regierung eine Nachbesserung, etwa auf Antrag.
Regierung sponsert Tarif bis Mitte 2024
Grundsätzlich aber wird der Strompreis für alle Haushaltskunden (auch an Zweitwohnsitzen!) automatisch subventioniert. Als Kunde muss man also nichts dazu tun. Ein Grundbedarf von maximal 2900 kWh im Jahr wird ab 1. Dezember 2022 bis 30. Juni 2024 nur netto zehn Cent je kWh kosten.
Die Differenz zum vollen Preis des jeweiligen Versorgers schießt der Staat zu (Beispiele siehe Tabelle unten). Damit die Stromanbieter nicht flugs ihre Preise erhöhen, ist die Förderung mit einem Strompreis von netto 40 Cent begrenzt. Der Zuschuss beträgt somit höchstens netto 30 Cent pro kWh.
Diesen müssen die Stromversorger ab Dezember abziehen, der günstige 10-Cent-Tarif gilt somit schon bei Teilrechnungen. Wer über 2900 kWh verbraucht, zahlt für den Mehrbedarf den regulären Tarif.








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