Bei Verdacht auf eine Corona-Erkrankung: Eine neue Anwendung im Web soll uns helfen, die richtigen Schritte für die Gesundheit zu setzen. Aber den Test muss man erstmal finden - der „Krone“-Selbstversuch war aufschlussreich...
Muss ich zum Arzt? Wie kuriere ich mich richtig aus? Wie reagiere ich auf Symptome? Die eigene Gesundheit wirft oft schwierige Fragen auf. Wir wollen die Gesundheitskompetenz stärken und Oberösterreicherinnen und Oberösterreichern helfen, schnell die richtige Entscheidung bei Gesundheitsfragen zu treffen“, verkündete Gesundheitsreferentin LH-Stv. Christine Haberlander am Sonntag via Aussendung. Ein Covid-Symptomcheck auf der Corona-Seite des Landes (corona.ooe.gv.at), ausgearbeitet in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz, soll möglicherweise oder tatsächlich an Covid-19 Erkrankten helfen, ihr weiteres Vorgehen zu planen. Anhand anonymer Fragen – in 13 Sprachen – zu den allfälligen Risikofaktoren und zum eigenen Gesundheitszustand gibt es, laut Ankündigung, „wertvolle Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der Erkrankung und Informationen zum Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf“.
Die „Krone“ startete am Sonntag einen Selbstversuch. Doch auf der Coronaseite war der Check noch nicht zu finden. Dafür aber nach Nachfrage auf https://covid.o.roteskreuz.at/welcome. Da ich angegeben hatte, zwar Blutdruckmedikamente zu nehmen, aber keinen Blutdruck- oder Pulsmesser und kein Gerät zur Bestimmung der Sauerstoffsättigung im Blut zu haben, zeigte die Risikoampel auf Gelb.
Um die Gesundheitskompetenz zu stärken, braucht es überhaupt eine gute Orientierung im Gesundheitssystem. Info: www.wobinichrichtig.at
„Krone“-Kommentar: Gesundheitsrätsel im Netz
Lob zuerst: Die Presseabteilung von Gesundheitsreferentin LH-Vize Christine Haberlander arbeitet schneller als die IT-Abteilung. Anders ist es nicht zu erklären, dass die Suche nach dem neuen, am Sonntag via Aussendung vorgestellten Symptomcheck auf der Internetseite des Landes ins Nichts führte. Und schon ist aus einer durchaus guten Idee von Haberlanders Ressort und dem Roten Kreuz vorerst ein Rohrkrepierer entstanden. Ich weiß nicht, ob Kranke sich eine halbe Stunde durchs Internet klicken wollen, bis sie zum Check kommen. Der ihnen ohnehin nur rät, Symptome weiter zu beobachten oder zeitnah einen Arzt aufzusuchen. Da wäre ich wohl auch von selbst draufgekommen. Die Webseite hätte ich aber ohne Hilfe nicht gefunden...
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