Es ist im wahrsten Sinne eine himmlische Stätte! Denn die „Himmel“-Alm ist ein Paradies auch für Kuh und Kalb. Dafür sorgt der Hirte, der als Organist zur höheren Ehre Gottes spielt.
Gestern erst hat die gute ,Sträußl‘ ein Kalberl bekommen“, freut sich Dr. Bernhard Hanak über den jüngsten Zuwachs auf der Himmel-Alm, die sich idyllisch und hoch oben zwischen Schrambach und Lehenrotte im Traisental erstreckt. Viele Generationen an Bauern haben hier ihr liebes Vieh der Schöpfung anvertraut. Und zwar schon seit dem Mittelalter. „Das geht aus einer Urkunde vom 12. Juli 1317 hervor, die sorgsam im Stift Lilienfeld gehütet wird. Darin ist von der ,Humlischen Stat‘ die Rede. 1536 dürfte dann der eigentliche Almbetrieb begonnen haben. Und so alt ist auch das Steinhaus hier heroben“, schildert Hanak.
Vor neun Jahren hatte ihm die Weidegenossenschaft mit dem rührigen Obmann Karl Gravogl (vulgo Grabenbauer) das Hüten der Kühe anvertraut, heuer sind es 71 sowie eine muntere Kälbchen-Schar.Seither ist der 51-jährige Klavierlehrer auf 830 Meter Seehöhe im siebenten Himmel. Das ist er aber auch im Tal. Denn Hanak spielt im altehrwürdigen Stift der Zisterzienser die Orgel und entlockt dieser zur höheren Ehre Gottes wahrlich himmlische Töne.
Bis in den Oktober hinein wird er täglich als guter Hirte nach seinen „Schäfchen“ schauen. Und am Wochenende in der urigen Atmosphäre des Almhauses Wanderer mit köstlichem Most und kulinarischen Jausen-Spezialitäten verwöhnen.
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