Alarm in Krems-Stein

Häftling tobte in Zelle: Zwei Beamte verletzt!

Niederösterreich
31.07.2022 06:05

Alarm im Hochsicherheitsgefängnis Krems-Stein (NÖ): Ein Schwerverbrecher verschanzte sich dieser Tage mit einer Waffe im Haftraum und verletzte schlussendlich zwei Wachen. Jetzt brodelt es in der Belegschaft, Ministerium und Gefängnisleitung geraten ins Visier!

Der „Felsen“ gleicht aktuell einem Vulkan: Das Hochsicherheitsgefängnis Krems-Stein wurde nämlich von einem schweren Zwischenfall erschüttert. Ein Häftling mit heikler Vorgeschichte hat sich samt Waffe im Haftraum verbarrikadiert und beim Zugriff der Einsatzgruppe – immerhin die schwer gerüstete Spezialeinheit der Justizanstalt – zwei Beamte verletzt. Trotz eingesetztem Taser konnte erst ein Gefängnisarzt den Tobenden sedieren. Laut Informationen der „Krone“ brauchte es dafür sogar zwei Beruhigungsspritzen.

Das Justizministerium kommentiert die brisante Sachlage auf Anfrage jedenfalls nur knapp: „Der Vorfall wurde bei der zuständigen Staatsanwalt Krems zur Anzeige gebracht. Wir bitten daher um Verständnis, dass wir zu dem Sachverhalt aktuell keine weiteren Informationen übermitteln können“, so Sprecherin Christina Ratz. Fragen zu strengeren Maßnahmen in der Haftanstalt oder irgendwelchen Folgen für die anderen Häftlinge wurden schlichtweg ignoriert.

Kuschelkurs für Schwerverbrecher?
Grund dafür soll der „Kuschelkurs“ gegenüber den Schwerverbrechern sein. Die Belegschaft kritisiert jedenfalls Gefängnisleitung und Justizministerium scharf: „Kollegen werden angespuckt und beleidigt, aber es gibt einfach keine Konsequenzen. Vom sozialen Dienst gibt es für die tobenden Häftlinge dann sogar noch Tabak zur Belohnung“, berichtet ein langjähriger Justizwachebeamter in Stein. Die Folgen bekommen die Beamten tagtäglich zu spüren. Allein in den vergangenen drei Monaten dürfte es viele Verletzte gegeben haben.

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Jetzt wird wieder gegen die Beamten ermittelt, ob sie einen Fehler gemacht haben. Der Häftling ist wohl wieder ,unschuldig‘.

Ein Kollege der verletzten Beamten

Zeit für Ausbildung und Training an Dienstwaffe sowie Schutzausrüstung gibt es aber noch zu wenig „Wir sind Freiwild für die Gefängnisinsassen. Man kann die gesetzlichen Bestimmungen gar nicht mehr einhalten, ohne mit einem Fuß selbst im Kriminal zu sein. Bis halt wirklich einer stirbt“, so das furchterregende Fazit.

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