Ungarns Premierminister Viktor Orban ist am Donnerstag von Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) in Wien empfangen worden. Aber während die Ehrengarde des Bundesheeres auf dem Ballhausplatz Spalier stehen musste für den umstrittenen Regierungschef, machten Demonstranten auf der anderen Seite der Absperrungen ihrem Unmut über den Besuch des für seine markigen Sager bekannten Orban deutlich Luft ...
Orban war am Donnerstagvormittag in Begleitung eines großen Polizeikonvois in Wien eingetroffen. Sein Besuch hatte bereits im Vorfeld für innenpolitische Spannungen gesorgt, nachdem der ungarische Regierungschef zuletzt durch einen Sager zu „Rassenvermischung“ und einem auf die NS-Gaskammern anspielenden Scherz für Empörung unangenehm auf sich aufmerksam gemacht hatte.
Pfeifkonzert und Buhrufe
Bei Orbans Besuch in Wien soll es den offiziellen Angaben zufolge um den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und seine Folgen sowie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Kampf gegen die illegale Migration gehen.
Video: Proteste gegen Orban
Bei seiner Ankunft auf dem Ballhausplatz hatten sich bereits einige Demonstranten versammelt, darunter auch Mitglieder der Gruppierung „Omas gegen Rechts“. Die Gardemusik des Bundesheeres hatte durchaus Mühe, gegen das Pfeifkonzert und die Buhrufe anzuspielen ...
Nehammer will Holocaust-Aussagen ansprechen
Nehammer hatte noch am Mittwoch nach dem Sommerministerrat gesagt, er werde Orbán auf dessen Äußerungen ansprechen. „Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich das direkte Gespräch nicht scheue. Alles, was mit Verharmlosung zu tun hat, ist für uns inakzeptabel“, so der Kanzler. Für ihn gebe es daher keine „Zweifel, dass die Aussagen natürlich zu kritisieren sind“. Österreich trage hier eine besondere Verantwortung, wies der Kanzler auch auf Initiativen gegen Antisemitismus im eigenen Land und Besuchen von Gedenkstätten hin.















Kommentare
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).