KPÖ kritisiert zu strenge Kriterien bei bereits ausgezahltem Steiermark-Bonus. Die Landesregierung müsse nachbessern.
„Wer rasch hilft, hilft doppelt. Wir lassen niemanden zurück“, versprach Soziallandesrätin Doris Kampus jüngst per Aussendung. Der Steiermark-Bonus sei an 50.000 Menschen, die besonders von der Teuerung betroffen sind, ausbezahlt worden. Sie bekamen jeweils 300 Euro.
Ein wichtiger Schritt, unbestritten, dennoch sorgt die Maßnahme jetzt für Kritik. Und zwar vonseiten der KPÖ, die von einer „Husch-Pfusch-Aktion“ spricht, weil sie sehr wohl Menschen zurücklasse. Aber was ist das Problem der Zehn-Millionen-Euro-Geldspritze?
300 Euro sind angesichts der Teuerung ohnehin nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Es darf nicht sein, dass Menschen selbst das vorenthalten bleibt!
Claudia Klimt-Weithaler, KPÖ-Klubobfrau
„Viele Menschen, die aufgrund ihrer finanziellen Situation eigentlich diese Unterstützung bekommen sollten, fallen durch“, bemängelt Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler.
„Landesregierung spart hier am falschen Platz“
Etliche Steirer hätten sich gemeldet: Sie gehen leer aus, würden das Geld aber dringend benötigen. Automatisch ausgezahlt wurde der Bonus nämlich nur an jene Personen, die im Winter einen Heizkostenzuschuss oder im Mai Wohnunterstützung bezogen haben. „Offenbar wollte man hier sparen und hat bewusst Kriterien geschaffen, bei denen viele durch die Finger schauen. Die Landesregierung muss jetzt nachbessern!“
Im Ressort der SPÖ-Landesrätin sieht man keinen Fehler im System: „Eine Auszahlung an alle Bezieher von Sozialunterstützung ist rechtlich nach Bundesvorgaben gar nicht möglich. Somit ist der Steiermark-Bonus eine treffsichere soziale Hilfe, die sehr rasch bei den Menschen eingetroffen ist.“










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