Mit kleinen, aber bestimmten Schritten versucht Hollersbach, den negativen Ruf als Chalet-Hochburg abzulegen. Noch Anfang 2020 hat die Gemeinde den Weg für elf Ferienappartements freigegeben. Weil es aufgrund von Altlasten wie gewidmeten Flächen aus den 70ern nicht anders gegangen sei, hatte es damals geheißen.
Baustart für die leistbaren Immobilien wohl 2023
Heute, zwei Jahre später, ist das Chalet-Thema kaum mehr eines. Zumindest, wenn es nach Günter Steiner geht. „Wir sehen es wie das Volk, es soll keine neuen Zweitwohnsitze mehr geben.“ Zweitwohnsitze hängen mit dem Tourismus zusammen. Da lässt der Ortschef von 1250 Einwohnern (800 Gästebetten) nicht mit sich diskutieren. „Wir können nicht einfach sagen, es gibt jetzt keinen Tourismus mehr. Darauf sind wir schon angewiesen!“
Es wird auf die Familien geschaut. Kindergarten, Freizeitangebot: alles top. Die Gemeinde entscheidet aber auch oft zum Wohle Einzelner.
Kerstin Kranerbenter (28), Hollersbacherin und Mutter
Mir gefällt besonders die Freizeitanlage, die Dorfgestaltung, die hier lebenden Menschen. Der Zusammenhalt ist auch großartig.
Simone Innerhofer-Sinnhuber (42), Lehrerin
Tatsache ist jedenfalls, dass Hollersbach gezielt an der Familientauglichkeit geschraubt hat. An vorderster Stelle steht der sanierte Badesee. Der zur Freizeitanlage gehört, der mit den ersten Paddle-Tennis-Courts Salzburgs sogar Besucher aus Osttirol anzieht. „Da sind im Zuge des Hochwasserschutzes alleine 350.000 Euro hineingeflossen“, erzählt Steiner.
Der endlich grünes Licht für ein Großbauprojekt geben kann. „Mit dem Baulandsicherungsmodell planen wir auf zwei Hektar in den nächsten zehn, 15 Jahren 70 neue Wohneinheiten!“ Und da sollen – Stichwort Bodenverbrauch – nicht nur Einfamilien-Häuser entstehen. „Wir haben bei einer Exkursion nach Vorarlberg Einheiten mit Tiefgarage und Wohnungsdirektzugang zu gesehen. Da waren wir sehr angetan“, sagt Steiner. Geplanter Baustart für die Reihen- und Doppelhäuser: 2023.















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