"Haben Sie etwas zu verzollen, führen Sie größere Summen Bargeld mit?" Auf diese Fragen antworteten der Schönheitschirurg und seine Frau bei der Kontrolle am Arlberg entschieden mit "Nein". Doch das war offenbar gelogen. Die Beamtinnen der Zollstelle Landeck fanden 24.000 Euro und 12.255 Britische Pfund (im Wert von knapp 14.000 Euro) fein säuberlich in mehreren Umschlägen verteilt im Fahrzeug.
Geld für Tätigkeit bar bekommen
Der Mediziner aus Ungarn musste daraufhin Farbe bekennen. Er habe das Geld für seine Tätigkeit als Schönheitschirurg von Patienten bar bekommen, gab er zerknirscht an. Das Geld wollte er in der Schweiz anlegen, doch offenbar fand er dort nicht die richtige Bank. Das jedenfalls sagte er, als er sich für das viele im Auto versteckte Geld rechtfertigen musste.
Geld, dass er eigentlich beim Grenzübergang zwischen der Schweiz und Österreich deklarieren hätte müssen. "Die EU-Verordnung gilt seit 2008 und dient dem Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismus. Beträge über 10.000 Euro müssen bei der Einfuhr aus Drittstaaten angegeben werden", erklärte Patrick Wolf von der Zollstelle Landeck gegenüber der "Krone".
4.000 Euro als Sicherheitsleistung abgenommen
Der 49-Jährige setzte sich mit seiner Schweigsamkeit dem Verdacht aus, Schwarzgeld außer Landes gebracht zu haben. Das wird jetzt in einem Finanzstrafverfahren geprüft. Wolf: "Der Strafrahmen bei solchen Vergehen geht bis 50.000 Euro." 4.000 Euro musste der Ungar noch an Ort und Stelle als Sicherheitsleistung abgeben.
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