Bereits im Jänner dieses Jahres wurden an 79 Missbrauchsopfer in Einrichtungen des Landes Tirol Entschädigungszahlungen ausbezahlt, nun kommen acht weitere hinzu. Die acht Missbrauchsopfer erhalten insgesamt 55.000 Euro. Die Beträge sollen in den nächsten Tagen ausbezahlt werden.
Anlaufstelle noch bis Ende Juli geöffnet
Anfang September sollen dann die restlichen Fälle beurteilt und abgeschlossen werden. Noch bis Ende Juli 2011 wird die Anlaufstelle bei der Kinder- und Jugendanwaltschaft offen sein, Betroffene sollten sich bis spätestens 31. Juli dort melden.
Bei der historischen Aufarbeitung wird nun in einer ersten Phase das Institut für Erziehungswissenschaften beauftragt, die Quellen-und Forschungslage abzuklären. Dieses Projekt wird gemeinsam mit dem Land Vorarlberg durchgeführt und soll die Basis und Entscheidungsgrundlage für weitere Schritte bilden. Im Präventionsbereich soll eine Grundlagenforschung über die Bedürfnislage der Kinder und Jugendlichen in Tiroler Einrichtungen umgesetzt werden.
250 Personen haben sich gemeldet
Insgesamt meldeten sich bei der Anlaufstelle des Landes Tirol in den letzten 16 Monaten mehr als 250 Personen, rund die Hälfte der Fälle betraf Landeseinrichtungen, der Großteil der gemeldeten Missbrauchsfälle fand zwischen 1950 und 1985 statt.
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