Nur wenige Wochen nachdem ein Salzburger Kripo-Ermittler im Landesgericht zu einer Haftstrafe verurteilt worden ist, sitzt nun wieder ein Beamter des Salzburger Landeskriminalamts vor derselben Richterin. Diesmal lauten die Vorwürfe auf falsche Beurkundung und Beglaubigung im Amt sowie Falschaussage.
Grund war ein Anlassbericht, worin der beschuldigte Polizist den Sachverhalt für Justiz-Behörden falsch dargestellt haben soll. Im Detail soll er bosnische Behörden angewiesen haben, ihm Informationen zu einer mutmaßlichen Heroin-Bande zu zusenden. Obwohl er die Infos bereits von einem Hinweisgeber, einer Vertrauensperson der Polizei, erhalten hatte.
Ich habe meinen Vorgesetzten bereits gesagt, dass ich nicht mehr will. Mir reicht es.
Der beschuldigte Polizist im Landesgericht
Diese Vorgangsweise verwunderte selbst Staatsanwalt und Richterin. Der Angeklagte verwies dabei auf Absprachen mit Vorgesetzten und einer Staatsanwältin. Und er zeigte auch Emotionen: „Ich hab genug von dem Ganzen, ich hab die Nase voll“, stellte der Polizist seinen Dienst-Abgang in den Raum.
Die Richterin sprach ihn wegen §311 StGB nicht rechtskräftig schuldig und verkündete eine Geldstrafe: Von rund 13.800 Euro soll er rund 8200 Euro unbedingt zahlen - Rest ist bedingt. Zur vermeintlichen Falschaussage erging ein Freispruch.









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