24.05.2022 13:13 |

Förderung wirkt

Marktanteil verdoppelt: E-Autos boomen weltweit

Retten Elektroautos die Welt oder sind sie einfach nur von Konzernen und Politik gewollt? Fakt ist: Bei uns werden sie (wie auch Plug-in-Hybride) stark gefördert, was den Absatz ankurbelt. Im vergangenen Jahr wurden weltweit mehr als doppelt so viele E-Autos verkauft wie im Jahr davor, insgesamt über 6,5 Millionen.

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Auch der Marktanteil hat sich mehr als verdoppelt, wie eine Analyse der Unternehmensberatung McKinsey ergeben hat: von 4,7% (2020) auf nunmehr 9,5%. Europa und China geben in Sachen E-Mobilität gemeinsam den Takt vor. Während China mit einem Absatz von über 3 Millionen E-Autos - (unter diesem Begriff werden in der Studie batterieelektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride zusammengefasst) - 2021 der weltgrößte Markt war, ist Europa mit einem Marktanteil von fast 20% aller verkauften Neufahrzeuge weltweit führend.

Die Top-8-Länder, was den Anteil verkaufter E-Autos angeht, liegen allesamt in Europa - allen voran Norwegen mit einem Verkaufsanteil für Stromer von fast 90%. Die USA fallen im Vergleich zu China und Europa etwas zurück: Zwar haben sich dort die Verkäufe von E-Autos 2021 auf knapp 700.000 Fahrzeuge ebenfalls verdoppelt - allerdings auf noch niedrigerem Niveau.

Automobilhersteller priorisieren Produktion von E-Autos
„Die E-Mobilität kommt immer mehr im Massenmarkt an“, sagt Patrick Schaufuss, Partner im Münchener Büro von McKinsey. „Die Modellvielfalt nimmt massiv zu: Bis 2025 kommen über 500 neue E-Autos auf den Markt.“ China bleibt mit 295 verfügbaren E-Autos das Land mit der größten Modellvielfalt, gefolgt von Deutschland mit 155 Modellen. In China wächst das Fahrzeugsegment der kleinen Fahrzeuge seit einigen Jahren auf nunmehr fast ein Viertel des Marktes für E-Autos; in Europa hingegen finden die Kunden kleinere SUVs attraktiv - dieses Segment kommt auf einen Marktanteil von über einem Drittel.

Bemerkenswert sei auch, dass der Absatz von E-Autos gegen den allgemeinen Markttrend zugenommen habe: Während der Gesamtmarkt von 66 auf 68. Millionen verkaufter Neufahrzeuge nur leicht wuchs, legten E-Auto-Verkäufe um 108% zu. Schaufuss: „Dies ist auch ein Indikator dafür, dass die Autohersteller in Zeiten angespannter Lieferketten und des Halbleitermangels die Produktion und den Verkauf von E-Autos priorisiert haben.“

Kritisch für den Erfolg der E-Mobilität bleibt die Ladeinfrastruktur. Hier zeigen sich im weltweiten Vergleich gravierende Unterschiede: In China kommen rechnerisch im Schnitt sieben E-Autos auf einen öffentlichen Ladepunkt; in Deutschland hingegen 27, in den USA 21. Auch absolut betrachtet führt China in diesem Ranking: Über 1,1 Millionen öffentliche Ladepunkte stehen im Reich der Mitte zur Verfügung, in Deutschland waren es 2021 knapp 50.000. Schaufuss: "In Europa gilt es, das Ausbautempo hochzuhalten- bis 2030 müssten wöchentlich 5000 bis 10.000 neue Ladepunkte hinzukommen, um den reibungslosen Ausbau der E-Mobilität zu ermöglichen.

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