„Sie sind gefährlich“

Acht beliebte Ausreden gegen rettenden Feuermelder

1100 Mal brennt es pro Jahr in Oberösterreich, davon 500 Mal in Privathäusern. Aber nur 40 Prozent davon sind mit rettenden Rauchwarnmeldern ausgestattet, rechnet die Brandverhütungsstelle OÖ vor. Und liefert die acht beliebtesten Ausreden, warum die „Piepser“ nicht eingebaut werden.

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  • Wer aufpasst, ist vor einem Brand geschützt.
    Auch bei größter Sorgfalt ist ein Brand nicht ausgeschlossen. Elektrische und elektronische Geräte sowie die elektrische Anlage zählen zu den häufigsten Brandursachen. Die Brandentstehung erfolgt meist unbemerkt.
  • Die Hitze des Brandes wird mich wecken.
    Weitaus gefährlicher als die Hitze sind die Rauchgase, die sich bei einem Feuer entwickeln. Sie entstehen auch bei einem Glimmbrand und meist schon lange bevor die Wärmestrahlung bemerkt wird. Schon wenige Atemzüge können ausreichen, um lebensbedrohlich zu werden.
  • Im Brandfall bei Nacht werden meine Haustiere mich wecken.
    Diesen Satz hört man leider immer wieder, doch nur in den seltensten Fällen machen Haustiere tatsächlich auf einen Brand aufmerksam.
  • Im Neubau ist man sicher, die größte Gefahr geht von Altbauten aus.
    Die größte Brandgefahr geht von der Einrichtung im Haus aus. Es ist also weitestgehend egal, ob es sich um einen Alt- oder Neubau handelt.
  • Ein Rauchwarnmelder stört mehr als er nutzt, es ist mit häufigen Fehlalarmen zu rechnen.
    Bei modernen Rauchwarnmeldern und deren richtiger Positionierung sind Fehlalarme so gut wie ausgeschlossen. An Stellen, wo es zu stärkerer Dampf- oder Rauchentwicklung kommen kann, speziell im Badezimmer und in der Küche nahe dem Herd, wird von der Anbringung eines Rauchwarnmelders ohnehin abgeraten.
  • Ich lebe in einem Raucherhaushalt. Der Tabakrauch würde zu Fehlalarmen führen.
    Rauchwarnmelder funktionieren foto-optisch. Sobald genügend Rauchpartikel in das Innere des Melders geraten, wird ein Signalton ausgelöst. Die Empfindlichkeit ist dabei so eingestellt, dass selbst bei stärkerem Tabakgenuss oder auch bei einer Vielzahl brennender Kerzen im Raum kein Fehlalarm ausgelöst wird.
  • Rauchwarnmelder verschandeln die Wohnung.
    Es gibt zwischenzeitlich sehr schöne Rauchwarnmelder, teilweise auch in verschiedenen Farben, die sich perfekt in das Design der Wohnung einfügen. Auch Mini-Rauchwarnmelder sind mittlerweile erhältlich.
  • Rauchwarnmelder sind zu teuer, das Geld kann ich sparen.
    Die Anschaffungskosten für einen Rauchwarnmelder liegen heute nur mehr zwischen 5 und 10 Euro, sogenannte 10-Jahres-Melder (die Batterielebensdauer beträgt 10 Jahre) sind zu Preisen zwischen 20 und 30 Euro erhältlich. Wird also jeder Aufenthaltsraum mit einem Melder ausgestattet, ist im Durchschnitt etwa der Gegenwert einer PKW-Tankfüllung zu investieren.
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Dienstag, 28. Juni 2022
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