12.05.2022 22:46 |

2. Halbfinale

Song Contest: Rasmus mit Grusel-Ballon im Finale

Für Österreich ist der Song Contest schon gelaufen, nachdem LUM!X feat. Pia Maria im 1. Semifinale gescheitert und ausgeschieden sind. Trotz allem geht der Song Contest, der immerhin als größte Party Europas beworben wird, natürlich weiter und für das große Finale am Samstag mussten im 2. Halbfinale am Donnerstagabend noch zehn Teilnehmer gefunden werden. 

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Insgesamt 18 Nationen wollten im 2. Halbfinale noch ihr Ticket fürs Finale lösen.

Geschafft haben es: Belgien, Tschechien, Aserbaidschan, Polen, Finnland, Estland, Australien, Schweden, Rumänien und Serbien. 

„Es“ eröffnet die Show
Eröffnet wurde der Abend von Finnland, das mit der rockigen Nummer „Jezebel“ von niemand geringerem als The Rasmus vertreten wurde. So manchem war der Anfang des Auftritts zu gruselig.

Sänger Lauri Ylönen kam im gelben Regenmantel und mit einem Luftballon auf die Bühne, was „Stephen King gebilligt hätte“, wie jemand auf Twitter schrieb. Ein anderer verglich ein Bild der Show mit dem Werbe-Foto von „It“ („Es“). 

Händewasch-Tutorial aus Serbien
Israel schickte den 25-jährigen Castingshow-Gewinner Michael Ben David mit „I.M“, der im weißen Anzug und mit perfekter Choreografie versuchte, das Publikum zu gewinnen. In seinem Song geht darum, sich selbst zu akzeptieren und sich das elegante Prinzessinnenkrönchen aufzusetzen.

Die serbische Sängerin Konstrakta (Ana Duric) ist eigentlich Architektin. Sie hatte „In Corpore Sano“ im Gepäck und sang damit gegen den schädlichen Gesundheitswahn an. Zugleich lieferte die Sängerin auf der Bühne ein Händewasch-Tutorial ab.

Willy Wonka trifft Arcimboldo
Aserbaidschan wurde von Nadir Rustamli vertreten, der mit „Fade To Black“ überzeugen wollte. Ob bei seinem Auftritt Gläser zersprungen sind, ist unklar. 

Georgiens Gruppe Circus Mircus performte als Mischung aus Willi Wonka und Arcimboldo-Kunstwerk ihren Song „Lock Me In“.

„Makelloses Aussehen“
Emma Muscat sang für Malta „I Am What I Am“, „Ich bin, was ich bin“ und zeigte sich im knappen Glitzerkleid.

Ihr „Master-Plan“ sei gewesen, „makellos auszusehen und zu singen“, twitterte der Account des Eurovision Song Contests. Allein, sie wurde in Sachen Glamour eindeutig vom nächsten Kandidaten geschlagen. 

„Stripper“ aus San Marino
San Marinos Vertreter Achille Lauro kam mit dem Song „Stripper“, einem glitzernden Cowboy-Hut am Kopf, einer Federboa zum Ausziehen und einem hautengen Glitzeranzug am Körper an und schwang sich im Laufe der Performance auf einen elektrischen Bullen. 

„Herr der Ringe“-Auftritt
Australien schickte den am Asperger-Syndrom leidenden Sheldon Riley mit „Not The Same“ nach Turin. „Zum ersten Mal“ müsse Sheldon für den Song-Contest nicht früh aufstehen, witzelte Eurovision auf Twitter. 

Und freilich blieb auch der Kopfschmuck des Australiers in den sozialen Medien nicht unkommentiert. An eine Figur aus „Herr der Ringe“ erinnerte der Kronen-Reif mit metallischem Gesichtsschleier. 

Aphrodite auf der Bühne
Schön anzusehen war eindeutig Andromache aus Zypern, die wie eine Aphrodite aus der Muschel ihren Song „Ela“ darbrachte.

Und auch Irland setzte mit Brooke  und ihrem „That‘s Rich“ auf sexy Reize. 

„Hope“ („Hoffnung“) nach Anti-Spaßkanone
Nordmazedonies Andrea sang in ihrem  R‘n‘B-Song„Circles“ über eine toxische Beziehung. Da musste man nicht auf Spaßkanone machen, was ihr gelang.

Estland schickte den Barden Stefan, dem ein Timbre wie Clint Eastwood nachgesagt wird, mit „Hope“ ins Semifinale.

Bocelli-Konkurrenz
Der Rumäne WRS verkündet „Llámame“ („Ruf mich an“) im roten Hemd und mit schwingender Hüfte.

Polens butterstampfende BäuerinnenIm sind unvergesslich. Ob auch der diesjährige Kandidat Ochman das mit „River“ schafft? Im adretten Anzug schmalzte er immerhin heftig und machte Andrea Bocelli Konkurrenz.

Reagierendes Kleid
Vladana aus Montenegro ging mit „Breathe“ ins Rennen und erzählte in dem Lied vom Schmerz nach dem Corona-Tod ihrer geliebten Mama. Die Lichter auf ihrem Kleid reagierten auf den Song. 

Belgiens Teilnehmer heißt Jérémie Makiese, ist Geologe. Er performte den flotten R‘n‘B-Song „Miss You“ und die wohl lässigsten Moves des Abends. 

Barfüßige Favoritin
Schwedens Vertreterin Cornelia Jakobs gilt mit ihrem Song „Hold Me Closer“ als große Favoritin fürs Finale. Sie saß zu Beginn ihrer Nummer barfuß auf der Bühne und verzichtete auf eine große Show.

Hinter ihr leuchtete eine grüne Kugel. Als sie aufstand, brandete Applaus auf. Sie sang sich eindeutig in die Herzen des Publikums. 

„Licht aus“
Den letzten Auftritt des Abends absolvierte das tschechische Trio We Are Domi mit „Lights Off“, also „Licht aus“.

Danach wurde in bekannter Manier in den am 2. Semifinale teilnehmenden Ländern vom Publikum und von einer Jury gevotet.

ORF muss „analysieren“
Der ORF will im Juni entscheiden, wie es für Österreich mit dem ESC weitergeht, nachdem drei Jahre in Folge niemand ins Finale einzuziehen vermocht hat.

Unerklärlich ist dem Sender, wie das auch in diesem Jahr geschehen konnte, wo der Song „Halo“ von LUM!X feat. Pia Maria laut Delegationsleiter Stefan Zechner doch „auf Youtube, Spotify und Co extrem gut reüssiert“ habe. Die „Enttäuschung ist groß“, so Zechner. Man müsse das nun „einfach analysieren“.

Conchita: Finale wird „eine Gaudi!“
Österreichs letzte Song-Contest-Siegerin, Conchita Wurst, wird am Samstag das Finale im PalaOlimpico mitverfolgen.

„Ich freue mich, nach vielen Song Contests backstage als Moderator oder Performer, mich dieses Jahr zum ersten Mal unter die Zuschauer mischen zu dürfen“, sagte sie im Gespräch zur „Krone“: „Das wird eine Gaudi!

Ukraine haushoher Favorit
Bei den Buchmachern ist die Ukraine nach wie vor haushoher Favorit. Und was sagt Conchita? „Der Song der Ukraine ist fantastisch. Alleine deshalb hat sie gute Chancen, zu gewinnen. Sam Ryder aus Großbritannien hat einen ebenso großartigen Song und liefert ab wie eine Maschine!“

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