Halt verloren

Wiener stürzte am Großglockner 450 Meter in den Tod

Österreich
26.06.2011 18:22
Bei einer Bergtour zum 3.798 Meter hoch gelegenen Gipfel des Großglockners ist am Samstag ein 39-jähriger Wiener 450 Meter über die Südwand in den Tod gestürzt. Der Bergsteiger, der alleine unterwegs war, dürfte trotz Steigeisen ausgerutscht sein und den Halt verloren haben. Bei dichtem Schneetreiben und Sturmböen musste seine Leiche von den Bergrettern geborgen und per Akja zur 2.801 Meter hohen Stüdlhütte gebracht werden (Bild), von wo sie ein Hubschrauber ins Tal flog.

Bereits am Fronleichnamstag war der Wiener zur Adlersruhe auf 3.454 Meter aufgestiegen und wollte trotz Schlechtwetterwarnungen seine Glocknerbesteigung durchziehen. Vermutlich am Freitag versuchte er dann, über das sogenannte Sattele, einen schmalen Grat, zu kommen.

Ungesichert in den Tod gestürzt
Und er dürfte den Großglockner auch erreicht haben, doch es sollte sein letzter Gipfelsieg werden. Denn beim Abstieg um die Mittagszeit wurde dem Wiener der aufgeweichte pappige Schnee zwischen Kleinglockner und "Sattele" zum Verhängnis. Bergsteiger-Kollegen beobachteten aus der Ferne, wie der 40-Jährige auf rund 3.600 Metern Seehöhe ausrutschte. Da er ungesichert war, gab es keine Chance mehr. Der Alpinist stürzte über die 450 Meter hohe Südwand des Kleinglockners in den Tod.

Bergretter stiegen zwar sofort auf, doch es blieb ihnen nichts mehr anders übrig, als die Leiche zu bergen. Zur Stüdlhütte mussten sie den Leichnam in einem Akja ziehen. Dort konnte schließlich der Helikopter "Martin 4" landen und den Verunglückten ins Tal fliegen. Wegen der schlechten Wetterverhältnisse war eine Hubschrauber-Bergung an der Unglücksstelle selbst unmöglich gewesen.

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