Schubladen mag Alfredo Barsuglia gar nicht. Der Künstler, der sich zu den Otto-Mauer-Preisträgern zählen darf, ist daher in vielen Genres zu Hause. Er arbeitet mit Rauminstallationen, baut Skulpturen, macht Videos und hat in der Malerei oder Zeichnung Beachtliches entwickelt. Der Schwerpunkt auf seiner Soloausstellung in der Galerie 422 in Gmunden liegt auf Bildern, freilich mischen sich aber Objekte ein.
Die Freiheit der Bilder
Malen tut er mit Acryl auf Leinen, bleibt dabei fotorealistisch, lässt seinen Motiven aber auch einen „wilden“ Freiraum. Das Wollknäuel wickelt sich ab, die rote Zwiebel wächst aus und das Huhn läuft aus dem Gemälde raus. Damit räumt der Künstler den Bildern scheinbar eine Autonomie ein, sie entziehen sich dem Schönen und Perfekten. Die Idee wird noch verstärkt, weil Barsuglia den Bildern an der Wand profane Dinge dazustellt: ein rostiges Rohr, ein Tischbein, eine Palette.
Attersee ab 21. Mai
Als zweiten Schwerpunkt präsentiert man Skulpturen, die in die Raumarchitektur stimmungsvoll eingepasst sind. Besonders beeindruckend ein „Meteorit“ aus Beton, darüber hat man ein Deckengemälde eingepasst, darauf eine Frau, die wie ein fallender Engel vom Plafond stürzt. Nach dem gelungenen Solo von Barsuglia greift die Galerie 422 wieder nach Bewährtem, ab 21. Mai ist Christian Ludwig Attersee zu Gast.
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