Keine Ruhe im Tullner Kreisverkehr-Streit: Wie berichtet, sorgt eine Baustelle nahe der Donaubrücke morgens und abends für reichlich Stau. Ein neues Verkehrsleitsystem sollte Abhilfe schaffen - doch die Markierungen lassen seit Wochen auf sich warten. Die Baustelle gibt es aber ohnehin noch bis zum Jahresende.
Die viel befahrene Langenlebarnerstraße in Tulln ist derzeit eine Einbahnstraße stadtauswärts. Die Umwege für Lenker sind lang, der Verkehr bündelt sich. Krux zur Stoßzeit: der „Nixenkreisverkehr“ an der alten Donaubrücke, sozusagen ein Verteilerkreis mit Meerjungfrau. Für die Rathaus-ÖVP waren die Hintergründe rasch gefunden: „Der Kreisverkehr kann mehr, es liegt am Fahrverhalten“, erklärte Vizebürgermeister Harald Schinnerl der „NÖN“. Doch der Ärger der Pendler folgte auf dem Fuße: „Die Stadt sperrt eine der wichtigsten Straßen, aber wir sollen selbst am Stau schuld sein?“
Die Bodenmarkierungen wurden als tolle Lösung im Gemeinderat angekündigt. Dabei hat es nicht einmal eine Verkehrsverhandlung gegeben. Der Bürgermeister soll endlich was tun!
Andreas Bors, Tullner Freiheitliche
Pendler müssen Verkehr aushalten
Jedenfalls sollten zusätzliche Markierungen das Problem wenn nicht lösen, dann zumindest lindern. Nur: Seit der Ankündigung ist bereits ein Monat vergangen. Und auch an der Ausschilderung der Umfahrung und dem nur zeitlich begrenzten Fahrverbot auf der Ausweichroute über die Donaulände wurde trotz reichlich Kritik von vielen Anrainern und Unternehmern nichts geändert.
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