Den zweitniedrigsten Wert an Verkehrstoten verzeichnete die Polizei in Tirol - wohl auch Corona-bedingt - im Vorjahr. 29 Menschen mussten ihr Leben auf den Straßen und Autobahnen lassen. Zu den Unfällen im Land gibt es jedoch noch weit mehr interessante Zahlen und Fakten. Die „Tiroler Krone“ präsentiert sie.
So kam es laut dem Bericht „Polizei.Bilanz.Tirol 2021“ im Vorjahr zu exakt 3371 Unfällen mit Personenschaden, bei denen es neben den 29 Todesopfern 3969 Verletzte gab. Aufgeteilt auf die neun Bezirke sowie die Autobahnen A12 und A13 führt Innsbruck-Stadt die Liste an. In der Landeshauptstadt kam es zu 683 Unfällen (20,3%) mit vier Todesopfern. Auf dem zweiten Platz liegt der Bezirk Innsbruck-Land, wo es 615 Mal (18,2%) krachte und drei Tote gezählt wurden.
Bezirk Schwaz trauriger „Spitzenreiter“
Deutlich weniger Unfälle gab es in Kufstein mit 477 bzw. 14,2 Prozent. Im Bezirk der Festungsstadt mussten zwei Menschen ihr Leben lassen. Auf dem vierten Platz liegt der Bezirk Schwaz, in dem es zu 410 Unfällen (12,2%) mit Verletzten kam. Mit neun Todesopfern ist dieser Bezirk in ganz Tirol der traurige „Spitzenreiter“.
In Landeck die wenigsten Unfälle und keine Toten
Auf den Plätzen fünf bis acht befinden sich die Bezirke Kitzbühel (288 Unfälle bzw. 8,5%, zwei Tote), Imst (264 Unfälle bzw. 7,8%, zwei Tote), Lienz (216 Unfälle bzw. 6,4%, drei Tote) und Reutte mit 168 Unfällen (4,9%) und einem Todesopfer. Interessant: Im Bezirk Landeck gab es einerseits die wenigsten Unfälle mit Personenschaden, nämlich 118 (3,5%). Andererseits ist dieser Bezirk der einzige, in dem es kein Todesopfer zu beklagen gab. Komplett ist die Liste mit den Autobahnen A12 und A13, auf denen es zu 132 Unfällen (3,9%) mit drei Toten kam.
Ablenkung mit Abstand häufigste Unfallursache
Interessant ist auch die Liste der Unfallursachen. Satte 51 Prozent sind auf Unachtsamkeit bzw. Ablenkung zurückzuführen. Auf dem zweiten Platz reiht sich die Vorrangverletzung mit 15 Prozent. Dahinter folgen Geschwindigkeit (9%), mangelnder Abstand (7%) sowie Alkohol oder Drogen (6%).
Apropos Alkohol und Drogen: Zwei Drittel der Alko-Lenker 2021 hatten 0,8 Promille oder mehr. Ein Drittel hatte zwischen 0,5 und 0,79 Promille „getankt“. Bei Drogenlenkern bilanziert die Polizei mit 556 Anzeigen.
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