Kinderpornos, Pädophilie, Exhibitionismus und obszöne Beleidigung! Es sind schwere Vorwürfe, mit denen sich viele Tiroler derzeit über vermeintliche Mails von der Polizei oder sogar dem Verteidigungsministerium konfrontiert sehen. Doch keine Panik: Die Anschuldigungen sind frei erfunden. Es ist aber Vorsicht geboten!
„Wir senden Ihnen diese Anordnung kurz nach einem Cyber-Infiltrationsangriff, um Sie darüber zu informieren, dass Sie Gegenstand mehrerer anwendbarer Klagen sind. Wir werden rechtliche Schritte gegen Sie einleiten wegen Kinderpornos, Pädophilie, Exhibitionismus, Internetpornos und obszöner Beleidigung“, heißt es in einem täuschend echt aussehenden Schreiben, unterzeichnet von Bundesministerin Klaudia Tanner.
E-Mails wie diese oder ähnliche Schreiben der heimischen Polizei, dem Bundeskriminalamt oder von Europol flattern derzeit fast im Stundentakt in die Onlinepostfächer vieler Tiroler.
Betrüger wollen ihre Opfer verunsichern & abzocken
Die schweren Vorwürfe sind natürlich falsch, die Schreiben stammen von Betrügern. Die Empfänger werden in den Fake-Mails dazu aufgefordert, auf die Nachrichten zu antworten. Einziges Ziel der Nachrichten: Potenzielle Opfer zu verunsichern und ihnen in weiterer Folge Geld aus der Tasche zu ziehen sowie an persönliche Daten zu gelangen. „Am besten die E-Mails gleich löschen“, heißt es vonseiten der Exekutive.
Keine Zahlungen leisten und Daten nicht verraten
Wer bereits geantwortet hat, muss sich aber auch noch keine allzu großen Sorgen machen. „In einer weiteren E-Mail versuchen die Betrüger, ihre Opfer dazu zu bringen, hohe Summen an Geld zu überweisen, machen Druck und drohen sogar mit einem Haftbefehl“, wissen auch die Experten der Plattform „Watchlist Internet“. Leisten Sie also keine Zahlungen und geben Sie auf keinen Fall persönliche Daten weiter! Sie könnten in weiterer Folge nämlich von einem Identitätsdiebstahl betroffen sein.
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