11.04.2022 14:05 |

Raketenlieferung?

Geheimer chinesischer Transport nach Serbien

Großes Rätselraten herrschte am Wochenende über die Flugbewegungen mehrerer chinesischer Militärjets, die über die Türkei und Bulgarien geflogen waren, um schlussendlich in Serbien zu landen. Die sechs Transportflugzeuge des Typs Xian Y-20 erregten nicht nur das Interesse von Planespottern. Welche Art von Geheimtransport war hier erfolgt? Mehrere Medien berichteten übereinstimmend, dass es sich um Mittelstreckenraketen gehandelt habe.

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In den sozialen Medien wurden die wildesten Gerüchte verbreitet. So seien einige der insgesamt sechs Frachtflugzeuge „ungewöhnliche“ Zickzack-Linien geflogen, die man beim Absetzen von Fallschirmjägermannschaften beobachten könne. Es wurde bereits von Vorbereitungen Chinas für mögliche größere Manöver gemeisam mit Russland oder Serbien geschrieben - ohne natürlich irgendwelche Bestätigungen von offizieller Seite dafür zu haben. So gibt es für die Raketenlieferung weder von Peking noch von Belgrad eine Bestätigung. Allerdings meinte Serbiens Präsident Aleksandar Vucic am Wochenende, dass er den „neuesten Stolz“ seiner Armee am Dienstag oder Mittwoch der Öffentlichkeit präsentieren werde.

Zuvor hatte sich Vucic mehrmals darüber beschwert, dass sich NATO-Staaten weigern würden, Überflugrechte für den Militärtransport aus China zu gewähren. Der Druck aus Washington war ebenfalls groß. Der serbischen Regierung wurde geraten, sich auf westliche Raketen und Abwehrsystem zu stützen, wolle man tatsächlich der EU beitreten. Die Xian Y-20 durften aber am Samstag sowohl über die Türkei als auch über Bulgarien fliegen.

Angst vor Destabilisierung des Balkans
Beobachter warnen, dass die Aufrüstung Serbiens durch China und Russland, zu denen das Land gute Beziehungen hat, die Sicherheitslage am Balkan destabilisieren könnte. Serbien wie auch China haben sich den westlichen Sanktionen gegen Russland nicht angeschlossen. Der serbische Militäranalytiker Aleksandar Radic meinte gegenüber dem Sender Al Jazeera Balkans, dass es sich beim Transport auch um eine „Machtdemonstration der Chinesen“ gehandelt habe. Die wohl gelieferten HQ-22-Raketen sind mit den US-amerikanischen „Patriot“-Raketen oder den russischen S-300 vergleichbar.

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