Bisher galt: Rückt die Bergrettung zu einem Unglück aus, so hat die Ortsstelle – über den Landesverband – in der Regel pro Mann und Stunde 38 Euro verrechnet. „Es kamen immer wieder Anfragen zu den Stundenzahlen – vor allem von den Versicherungen“, informiert Hermann Spiegl, Landesleiter der Tiroler Bergrettung. Deshalb entschloss man sich jetzt, nach dem Vorbild der anderen Bundesländer mit pauschalen Stundensätzen abzurechnen.
Solche Einsätze sind nicht einordenbar, ihr Anteil liegt aber im Jahr lediglich bei rund fünf Prozent.
Hermann Spiegl, Landesleiter der Tiroler Bergrettung
Ausnahmen bei Großeinsätzen
Ein Kleineinsatz kostet demnach immer 150 Euro in der Stunde – egal, wie viele Bergretter daran teilnehmen. Standardeinsätze mit mehr als sechs Bergrettern und Geräten werden mit 480 Euro pro Stunde verrechnet. Bei Großeinsätzen wie etwa nach dem Lawinenunfall Anfang Februar in Schmirn bleibt man freilich beim bisherigen Modell. „Solche Einsätze sind nicht einordenbar, ihr Anteil liegt aber im Jahr lediglich bei rund fünf Prozent“, erklärt Spiegl. Allerdings hat die Tiroler Bergrettung hier ihren Stundensatz dem in den anderen Bundesländern gültigen Tarif von 46 Euro angepasst. Tirol hatte bisher als einziges Bundesland nur 38 Euro verrechnet.
Wie die Erfahrungen der übrigen Landesverbände zeigen, dürften die Rückfragen von Versicherungen, ob tatsächlich so viele Einsatzkräfte wie angegeben vor Ort waren, zurückgehen. Übrigens: Förderer der Bergrettung mit einem Beitrag von 28 Euro pro Jahr sind – samt der im gleichen Haushalt lebenden Familie – bergekostenversichert!








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