Di, 23. Oktober 2018

eSafety Challenge

31.05.2011 16:28

Ohne ESP kommt sogar Vettel ins Schleudern

Ohne Fahrerassistenzsysteme kommt sogar Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel ins Schleudern, wenn's richtig brenzlig wird. Das demonstrierte er eindrucksvoll im Fahrsicherheitszentrum Teesdorf südlich von Wien - anlässlich der eSafety-Challenge 2011, auf der sich auch zahlreiche weitere Stars des Motorsports für elektronische Fahrerassistenzsysteme stark machten.

Im Gespräch machte der sympathische Deutsche nach dem "Crash" klar, wie wichtig es ihm ist, dass ESP und andere Assistenten möglichst flächendeckend eingesetzt werden – jedenfalls im öffentlichen Straßenverkehr. In der Formel 1 sei das etwas anderes, "da geht es um den Motorsport", sagt Vettel, und sein bis dahin ernstes Gesicht beginnt zu strahlen, die Augen leuchten. Auch in der Formel 1 habe man in Sachen Sicherheit viel erreicht, und genauso soll im Straßenverkehr alles Machbare getan werden.

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"Als ich meinen Führerschein gemacht habe, war das pure Freiheit. Da denkt man nicht so an die Risiken. Aus diesem Grund sollte ESP zur Basisausstattung jedes Autos gehören", erinnerte sich Sebastian Vettel. Es gehe vor allem um Bewusstseinsbildung: "In den 1950er Jahren haben Menschen Pkw ohne Sicherheitsgurte gekauft - das würde heute ja auch niemand mehr tun."

MotoGP-Star bricht Lanze für Motorrad-ABS
MotoGP-Pilot Marco Simoncelli demonstrierte auf einer Honda Fireblade, wie das C-ABS auf nassem Belag funktioniert. "ABS ist auch für Motorradfahrer sehr wichtig. Vor allem den Jungen muss man dabei ins Gewissen reden und ihnen klar machen, dass sie nicht alleine auf der Straße sind", erklärte der Italiener. Und FIA-Präsident Jean Todt betonte: "Jedes Mal, wenn wir in ein Auto steigen, riskieren wir unser Leben. Deshalb müssen alle technologischen Mittel ausgeschöpft werden, um Unfälle zu vermeiden."

ESP ab Herbst Pflicht
Die Unterstützer der elektronischen Assistenzsysteme dürfen indes bereits einen ersten Erfolg vermelden. Ab November 2011 ist die serienmäßige Ausstattung aller neu typisierten Pkw-Modelle mit dem elektronischen Stabilitätsprogramm ESP verpflichtend.

ESP, Spurhaltesysteme und Tempowarnsysteme mögen zwar noch nicht ganz ins Bewusstsein der österreichischen bzw. europäischen Autofahrer eingesickert sein. Doch Studien beweisen, dass die Todes- und Verletztenzahlen im Straßenverkehr damit deutlich gesenkt werden können. 4.000 Tote und 100.000 Verletzte weniger auf Europas Straßen wären allein schon möglich, wenn alle Fahrzeuge mit ESP ausgestattet wären.

Eine Umfrage in zehn europäischen Ländern hat gezeigt, dass das Wissen über Fahrerassistenzsysteme gestiegen, die Bereitschaft, dafür aber auch mehr zu bezahlen, mancherorts noch steigerungsfähig ist. In Österreich wissen 85 Prozent der Lenker über ESP Bescheid (Europa-Schnitt bei 62 Prozent). Für Spurhalte- oder Tempowarnsysteme Aufpreise hinnehmen zu wollwn, dafür haben sich jedoch nur 37 bzw. 24 Prozent ausgesprochen.

"Es ist höchste Zeit, diese Technologie zu forcieren und Bewusstsein dafür zu schaffen. Schon beim Autokauf muss ein Umdenken einsetzen", forderte der achtfache Le-Mans-Sieger Tom Kristensen.

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