Verfahren eingeleitet

Heidelberg: Waffenhändler in Österreich im Visier

Österreich
17.03.2022 14:41

Die österreichischen Waffenhändler, die den Schützen des Amoklaufs an der Universität Heidelberg von Ende Jänner bedient hatten, sind im Visier der deutschen Justiz. Die Staatsanwaltschaft Heidelberg und die Polizei gaben zum Abschluss des Todesermittlungsverfahrens bekannt, dass gegen die beiden förmliche Ermittlungsverfahren eingeleitet wurden. Von den Männern stammten die zwei Langwaffen, die der Student zu seiner Tat mitgebracht hatte. Bei dem Amoklauf wurde eine Frau getötet, es gab mehrere Verletzte. 

Die Ermittler sehen einen strafrechtlichen Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung gegen den Inhaber des Wiener Waffengeschäfts und seinen Mitarbeiter. Der Student hatte aber ohne Mittäter oder Mitwisser diese Waffen zur Tat am 24. Jänner gebracht.

Amokläufer ließ Waffe in Wiener Hotel zurück
Beamte hatten am Tatort zwei Waffen und rund 150 Schuss Munition sichergestellt. Eine dritte Waffe fand die österreichische Polizei in einem Zimmer, das der junge Mann bei einem Aufenthalt in Wien angemietet hatte. Die beiden bei der Tat verwendeten Waffen hatte der 18-Jährige demnach bei dem Waffenhändler gekauft, die dritte, eine Büchse, bei einer Privatperson.

Der Schütze hatte sich womöglich mit seiner Tat für eine vermeintlich erlittene Kränkung rächen wollen. Mit völliger Sicherheit lasse sich das Motiv aber nicht klären, teilten die Behörden mit.

Mehr Studierende verletzt als bekannt
Bis zuletzt hätten sich keine belastbaren Anhaltspunkte für ein politisches, namentlich rechtsradikales Tatmotiv des 18-Jährigen ergeben, der sich nach den tödlichen Schüssen auf eine 23-jährige Studentin selbst erschossen hatte. Es wurden auch acht weitere Studierende verletzt - mehr als bisher bekannt.

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