„Krone“-Kommentar

Putin machte aus Mücke einen Elefanten

Kolumnen
16.03.2022 14:22

Wladimir Putin sitzt in seinem Bunker in Moskau. Und mit ihm im Raum sitzt ein riesiger Elefant. Und der heißt Wolodimir Zelenskij. Noch vor wenigen Wochen war dieser Elefant in den Augen Putins eine „Mücke“.

Der Aufmarsch an der Grenze zur Ukraine war eine Machtdemonstration und generierte die Aufmerksamkeit der Großmächte, mit denen sich Putin auf Augenhöhe fühlt. Er zwang die USA, NATO und die EU in Genf und Brüssel an den Verhandlungstisch, obwohl der Krieg längst beschlossene Sache war. Die Ukraine? War nicht einmal eingeladen. Warum auch? Wer ist schon diese „Mücke“ Zelenskij? Er kann ohnehin nichts ausrichten.

Zugegeben: Den Ex-Komiker in Kiews Präsidentenpalast hielt nicht mal sein eigenes Volk für krisenfest. Seine Umfragewerte im Jänner waren katastrophal.

Bei der Münchner Sicherheitskonferenz legte sich bei Zelenskij aber ein Schalter um. Er hielt die erste einer Reihe historischer Reden. Der Schauspieler nutzte gekonnt die Bühne der Weltpolitik. Stehende Ovationen gab’s etwa im britischen Parlament. Heute spricht Zelenskij im US-Kongress, morgen im Deutschen Bundestag. Alle wollen hören, was der ukrainische Präsident zu sagen hat.

Das Narrativ des Krieges bestimmen Zelenskij und seine Social-Media-Maschine. Da kann Putins Propaganda-Apparat nicht mithalten.

Und Putin nervt das.

Wolodimir Zelenskij - die „Mücke“, die der Kremlchef selbst zum Elefanten gemacht hat.

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