Ring frei fürs erste Play-off-Duell zwischen den Graz99ers und dem VSV am Dienstag! Im Viertelfinale werden zwei große Freundschaften vorübergehend auf Eis gelegt – die Adler sehen den kompletten Druck bei den Steirern. Und kündigen bereits an: „Wir werden die regeltechnischen Grauzonen ausnutzen, um Unruhe zu stiften!“
Regelmäßige Treffen, noch mehr Telefonate – und bei der Hochzeit von Graz-Sportdirektor Philipp Pinter war VSV-Co-Trainer Marco Pewal sogar der Trauzeuge. Die beiden Villacher waren gemeinsam beim Nationalteam, wurden 2006/07 und 2007/08 mit Salzburg Meister. „Uns verbindet enorm viel“, sagt Pinter. „Aber eines ist klar: Für diese zwei Wochen ruht diese Freundschaft jetzt!“
„Wir sind gewarnt!“
Natürlich ist für Pinter das am Dienstag in Graz startende Viertelfinal-Duell speziell – im Sommer 2024 wechselte der damalige Nachwuchsleiter der Adler ja direkt in die Steiermark. „Ich freue mich auf die Serie, wir sind aber gewarnt. Der VSV hat sich im Laufe der Saison entwickelt, es wird eng.“ Auch wenn Graz im Grunddurchgang das beste Powerplay hatte, die beste Unterzahl, mit 102 die wenigsten Tore kassiert hat und mit 1807 die meisten Schüsse abfeuern konnte. „Jetzt müssen wir abliefern, den Kopf runternehmen, die Ärmel hochkrempeln und Gas geben.“
„Goalies sind in Topform“
Für Kumpel Pewal haben die Steirer mehr zu verlieren: „Laut ihrem Präsidenten müssen sie Meister werden, das ist sicher nicht einfach. Wir hingegen können befreit aufspielen – obwohl wir natürlich ins Halbfinale kommen wollen.“ Der Schlüssel im Duell? „Mit unserem Cannata und ihrem Legace sind beide Goalies in Topform. Wichtig ist, dass wir von der Strafbank fernbleiben. Graz hat viele starke Einzelspieler und ein gutes Powerplay.“
Grauzonen ausnutzen
Trotzdem werden die Villacher versuchen, die regeltechnischen Grauzonen zu nutzen. „Es schadet nie, etwas Unruhe beim Gegner zu stiften. Ich rechne damit, dass die Schiris jetzt in den Play-offs nicht so kleinlich pfeifen“, so Verteidiger Thomas Vallant.“
Lukas Haudum und ich sind Freunde, aber am Eis ist das egal. Er muss damit rechnen, dass er ein paar von mir abbekommt. Nach dem Pick haben wir geschrieben.
VSV-Verteidiger Thomas VALLANT
„Wird was abbekommen!“
Da wird auch vor Freunden nicht haltgemacht – mit Lukas Haudum fährt der VSV-Crack öfter in den Urlaub, bei Vallants Hochzeit hat der Grazer Topscorer mitgeholfen: „Wir sind Freunde, aber am Eis ist das egal. Er muss damit rechnen, dass er ein paar von mir abbekommt – direkt nach dem Pick haben wir uns geschrieben.“
Villach mit Momentum
Das erste Auswärts-Match am Dienstag wird ein kleines Schlüsselspiel – gewinnen die Adler steigt in Graz der Druck von Boss Herbert Jerich wohl ins Unermessliche. Vallant: „Der ist ja jetzt schon hoch! Wir haben gegen Linz ein Momentum aufgebaut, Graz hatte eine längere Pause – das spricht für uns.“
Sehr überrascht war ich, als die Grazer den VSV als Viertelfinal-Gegner gewählt haben. Denn die Villacher sind gut in Form, haben nach der gewonnenen Pre-Play-off-Serie gegen Linz sicher viel Selbstvertrauen getankt. Die Neuzugänge der Adler, Brett Budgell und Joel Teasdale, haben in den letzten Wochen einen starken Eindruck gemacht – sie stechen zwar nicht individuell heraus, aber sie stellen sich in den Dienst der Mannschaft, sind für wichtige Tore gut. Als Außenseiter kann VSV befreit aufspielen. Der ganze Druck liegt bei Graz, das den tieferen Kader und mit Lagace einen hervorragenden Tormann im Kasten hat.
Mein Tipp: 4:1 für Graz.
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