75 statt 60 km/h

Entgleisung auf der Ostbahn: Zug war zu schnell dran

Niederösterreich
27.05.2011 12:24
Der Güterzug-Unfall auf der Ostbahn in Gramatneusiedl (Bezirk Wien-Umgebung) vom Montag (siehe Infobox) ist auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen. Die Untersuchungen ergaben, dass die Garnitur mit 75 statt der vorgeschriebenen 60 km/h unterwegs war, teilten die ÖBB am Freitag mit. Es liege demnach ein Fehler des Lokführers vor.

Im betreffenden Bereich sei kurzfristig eine Langsamfahrstelle mit einer Maximalgeschwindigkeit von 60 km/h verfügt worden, so die ÖBB. Die Gleislage habe diese Maßnahme erfordert. Im Vorfeld sei "diese Stelle unter Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit mehrmals problemlos passiert" worden. Die entsprechenden Informationen und den Befehl bekomme der jeweilige Lokführer immer im Ausgangsbahnhof, "was auch in diesem Fall selbstverständlich geschehen ist".

Schaden beträgt "mehrere Millionen Euro"
In einem Weichenbereich in Gramatneusiedl war am Montag um 4.46 Uhr der Güterzug entgleist. Zwölf von 20 Waggons sprangen aus den Schienen oder kippten um. Bei dem Unfall wurden drei Fahrleitungsmasten geknickt und auch drei Weichen derart beschädigt, dass sie erneuert werden müssen. Der Oberbau wurde auf einer Länge von 700 bis 800 Metern in Mitleidenschaft gezogen. Der entstandene Schaden beträgt laut ÖBB "mehrere Millionen Euro".

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