Lokal zerstört

Brand in Schönberg: Bewohner flüchteten aus Bett

Tirol
08.03.2022 08:00

Dramatik in der Nacht auf Montag in Schönberg: Im Parterre eines ehemaligen Gasthofes brach, wie berichtet, Feuer aus, rund ein Dutzend zunächst schlafende Bewohner mussten Hals über Kopf ins Freie flüchten. Eine explosionsartige Verpuffung ließ dann Fensterscheiben zerbersten. Mehrere Feuerwehren verhinderten aber Schlimmeres. Die „Tiroler Krone“ sprach mit Kommandant Daniel Mühlmann.

Im früheren Gasthof „Alte Post“ sind nun 14 Wohnungen untergebracht, der Brand brach gegen 1.30 Uhr im ebenerdig noch bestehenden Lokal aus. „Die darüber wohnende Schwester des Betreibers wachte auf und setzte die Alarmierungskette in Gang“, schilderte Feuerwehrkommandant Daniel Mühlmann der „Krone“. Während der ersten Löschversuche gab es eine Schrecksekunde für die Einsatzkräfte – einen Knall durch eine enorme Verpuffung. „So etwas passiert, wenn das Feuer plötzlich einen Schub Sauerstoff erhält“, erklärt Mühlmann.

Feuerwehrleute warnten mit Klopfen an die Türen
Nicht alle Bewohner wurden sofort wach, die Feuerwehrleute mussten an die Türen klopfen und sie vor dem drohenden Inferno warnen. „Teilweise mussten die Leute dann barfuß flüchten und konnten nichts mitnehmen“, so der Floriani-Chef. Mit schwerem Atemschutz wurden die Flammen im Lokal bekämpft. Zugute kam den Feuerwehren (Schönberg, Mieders, Berufsfeuerwehr Innsbruck), dass eine Brandschutztür die Gastronomie-Räumlichkeiten vom Rest trennt.

Ein Großteil gerettet, ein Viertel aber Totalschaden
Zum Glück schlugen die Flammen auch nicht über die Außenfassade nach oben. Die dortigen Wohnungen wurden allerdings stark verraucht und sind vorerst nicht benutzbar. Laut Mühlmann konnte das unter Denkmalschutz stehende Hauptgebäude großteils gerettet werden – „ein Viertel ist allerdings ein Totalschaden“. Dass es am Ende keine Verletzten zu beklagen gab, sei in diesem Fall nicht selbstverständlich, ergänzt der Feuerwehrchef.

Feuerwehrleute warnten mit Klopfen an die Türen
Ein Brandermittler der Polizei nahm bereits einige Stunden nach dem Feuer seine Arbeit auf - vorerst aber ohne Ergebnis. Nun ist ein weiterer Lokalaugenschein mit einem Sachverständigen geplant. Aufgrund der Zerstörung sind die Ermittlungen schwierig. Im ehemaligen Gasthof Post waren im Lauf der Jahre wechselnde Lokalpächter.

Die Obergeschoße und auch einige Räume im Parterre waren zu Wohnungen umfunktioniert worden. Der jetzige Pächter, der ebenfalls im Gebäude wohnt, muss nun nach der schwierigen Corona-Zeit einen weiteren schweren Rückschlag verkraften.

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