Kärnten Inoffiziell

Viele leere Arbeitsplätze im Kärntner Landtag

Kärnten
26.02.2022 09:30

Eine besonders hohe Absenzqoute gab es bei der Sondersitzung des Kärntner Landtages. Politisch bewegte sich diese Woche auch einiges am Klippitztörl: Land und Gemeinde sagten den Chalets den Kampf an. Und der Krieg in der Ukraine lässt auch die heimische Politik nicht kalt. In Villach und Klagenfurt wurden Fahnen gehisst und zwei Hilfskonvois sollen demnächst in Richtung Ukraine starten.

Von den „Toten Hosen“ kommt der Mitgröhl-Gassenhauer „An Tagen wie diesen“. An Tagen wie Donnerstag hat es auch bei aller hohen Wertschätzung begrenzte Bedeutung, ob sich der Landtag zu einer Sondersitzung trifft. Überdies blieben aus verschiedensten Gründen sieben der 36 Abgeordneten ihren Arbeitsplätzen fern, abwesend waren auch zwei der sieben Regierungsmitglieder.

Man tagte ohne Stefan Sandrieser, Armin Geißler, Christian Benger, Leopold Astner, Franz Pirolt, Christoph Staudacher und Gerhard Klocker. Auch Gaby Schaunig und Martin Gruber waren abwesend. Die Bundesräte Ingo Appé und Nicole Riepl fehlten ebenfalls. Daraus kann man zwei Schlüsse ziehen: Das Thema „Armut“ war 20 Prozent der Politiker egal, oder aber sie wussten um die Ohnmacht des Landtages beim Thema Inflation und den Wahlkampf-Charakter der Sitzung. Die anwesenden Abgeordneten konnten für ihre Anfahrt wenigstens Kilometergeld verrechnen.

Kampf gegen Chalet-Dorf
Das Klippitztörl hat das Problem eines wuchernden Chalet-Dorfes. Immer weiter, immer mehr ist das Ziel der Investoren und die Politik versucht sich zu wehren.

Landesrat Daniel Fellner und Bürgermeister Dieter Dohr von Bad St. Leonhard sprechen sich gegen die Erweiterung aus: „Weitere Chalets auf dem Klippitztörl sind weder im Sinne des neuen Raumordnungsgesetzes, noch der Gemeinde als Widmungsbehörde oder des Landes als Aufsichtsbehörde. Deswegen erteilen wir jeglichen Begehrlichkeiten eine klare Absage.“ Man wird sehen, ob die Investoren Hintertürchen finden. Das war noch immer so.

Solidarität mit Ukraine
Der Angriffskrieg der Russen gegen die Ukraine führt in Kärnten zu Reaktionen. Der SPÖ-Landtagsklub unter Klubobmann Herwig Seiser finanziert Hilfskonvois, der Villacher Bürgermeister Günther Albel hisste die Flagge der Ukraine am Rathaus (und zog sich im Internet den Unmut mancher Russen-Fans zu) und LH Peter Kaiser ließ vor der Regierung die Fahne der Ukraine aufziehen.

Auch der Pyramidenkogel wird an diesem Wochenende auch in der blauen und gelben Farbe der Ukraine erstrahlen.

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