Olympia-Gold

Für Brennsteiner „irgendwie schon verrückt“

Salzburg
23.02.2022 16:00
Gold im Team: Stefan Brennsteiner, erster Pinzgauer Alpin-Olympiasieger, über den Wert im Vergleich zu einer Einzelmedaille, eineinhalb Monate ohne Freundin und die Peking-Ente als Lieblingsessen im Olympischen Dorf.

Was für ein Olympiafinale von Stefan Brennsteiner. Nach dem bitteren Aus im RTL auf dem Weg zu Bronze schaffte der 30-Jährige im Teambewerb am Sonntag den goldenen Abschluss. Der Niedernsiller war im Parallel-RTL ein Erfolgsfaktor. Insofern gebührt ihm großer Anteil an Gold. In der 98-jährigen Geschichte von Winterspielen war es das erste im Alpinbereich für einen Pinzgauer.

„Auf einmal hat man Gold in der Hand“
„Irgendwie ist das alles schon verrückt“, konnte es „Brandy“ am Dienstag noch immer nicht ganz fassen. „Man arbeitet so lange auf etwas hin. Auf einmal hat man Gold in der Hand.“ Über den Stellenwert einer Team-Medaille lässt sich streiten, aber ab nun darf sich Brennsteiner Olympiasieger nennen. „Natürlich ist eine Einzelmedaille im Skisport etwas anderes. Nach außen hin ist die Goldene im Team aber gleich viel wert. Und es war mental um nichts leichter.“

Auch vom Umfeld war Brennsteiner angetan
Er war voll bereit – trotz der Enttäuschung im RTL. „Ich habe so viele Niederlagen hinnehmen müssen, versucht, dem RTL-Aus nicht zu viel Gewicht zu geben.“ Er war auch vom Umfeld angetan. „Ich bin mit viel Respekt hingeflogen. Aber ich habe mich selten wo gleich so wohl gefühlt.“ Auch beim Essen im Olympischen Dorf. „Gewaltig! Mein Favorit war die Peking-Ente“, sagte er – ganz ohne Scherz.

Von der Medaillenfeier in Wien endlich heim
Dienstag war er bei der Medaillenfeier in Wien, erst am Mittwoch erlebt er den ersten Tag zu Hause. „Ich freue mich auf die Familie und die Freundin, die ich eineinhalb Monate nicht gesehen habe, weil sie vor meinem Abflug als Kontaktperson zu einem Corona-Infizierten galt.“

Hoffnung auf Olympia 2026 in Mailand/Cortina lebt
Ob es sein letzter Olympia-Auftritt war, wollte sich Brennsteiner offen lassen. „Keine Ahnung, ob das noch vier Jahre geht. Das werden Körper und Geist sagen.“ Die brauchen jetzt einmal ein bisschen Ruhe.

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